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Ausprobiert: Zike-USB4-SSD-Gehäuse mit „Wo ist?“ und Fingerabdruck
Zikes Z991 fasst SSDs unterschiedlicher Formate, hat einen kleinen Bildschirm und lässt sich über Apples Findenetz tracken. Ist das Overkill oder genau richtig?
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Der Zubehörspezialist Zike bringt einen Nachfolger für sein beliebtes USB4-SSD-Gehäuse Z666 alias ZikeDrive auf den Markt. Mit dem Z991 alias Zike Vault kommen allerlei Sonderfunktionen mit. Während es beim Z666 vor allem um schnelle Verbindungen (maximal 3,8 GByte/s beim Lesen, 3,1 GByte/s beim Schreiben – wenn alles gut läuft) ging, ist das Z991 mit besonderen Features offenbar ein Versuch, sich von den zahlreichen Konkurrenten von Orico bis Ugreen abzusetzen. Gleichgeblieben ist die Tatsache, dass das Z991 M.2-SSDs der wichtigsten Baugrößen schluckt. Neu sind ein integrierter Bildschirm, ein Fingerabdrucksensor und die Unterstützung für Apples „Wo ist?“. Zudem ist das Gehäuse kleiner geworden.
Das Z991 kommt, wie schon sein Vorgänger, grundsätzlich ohne SSD. Diese muss man – aktuell sehr teuer – selbst erwerben. Bei der Öffnung des Z991 fällt bereits eine Neuerung auf: Konnte man das Z666 noch mit einem Fingernagel über eine Einbuchtung von der Aluplatte befreien, um an die SSD zu gelangen, muss man nun einen (mitgelieferten) Schraubendreher bemühen. Dieser passt zu einer einzelnen äußerst kleinen Schraube, die sehr leicht zu verlieren (beziehungsweise extrem schwer bei Fall auf den Boden aufzufinden) ist.
Auch die M.2-Montage selbst ist nicht einfacher geworden: Statt einem drehbaren Gummipropfen wird ein Stück Hartplastik zur Befestigung verwendet, in der die Einbuchtung der SSD „einrastet“. Letzteres geht zwar gut, doch eine spätere Entnahme wird erschwert, da man das Hartplastik nach hinten schieben muss, ohne die M.2 zu beschädigen. Warum Zike die Werkzeuglosigkeit des Z666 aufgegeben hat, bleibt daher ein Rätsel. Möglicherweise sah man Platzprobleme. Gleich geblieben ist ein integriertes USB4-Kabel, das man seitlich aus dem Gehäuse ziehen kann. Dieses ist gegenüber jenem des Z666 etwas geschrumpft. Praktisch bleibt dies, da man kein Kabel mitschleppen muss, um das Z991 zu nutzen.
Beim Durchsatz kam das Z991 auf ähnliche Werte wie das Z666, wobei wir das Gefühl hatten, dass trotz Lüfter (siehe unten) das Throttling schneller erfolgt, da es schlicht weniger Platz zur Wärmeabfuhr gibt. Bei unserem Testmuster war auch kein Klebepad zur Wärmeableitung dabei, das dringend notwendig ist, damit die SSD an der Aluabdeckung anliegt, um Hitze abzugeben. Bei Amazon gibt es diese allerdings für wenige Euro – wir gehen jedoch davon aus, dass sie regulär mitgeliefert werden. Das Pad sollte auf die SSD selbst geklebt werden, nicht wie beim Z666 auf die Aluplatte.
Nun zu den Sonderfunktionen des Z991. „Star“ dürfte das Display sein, das den aktuellen Maximaldurchsatz nach USB-Spezifikation, Volt- und Ampere-Werten sowie Temperatur und Lüfterstatus anzeigt. Mit einer orangenen Taste an der Seite kann man den integrierten Lüfter – neu beim Z991 – steuern (etwa auf Wunsch voll aufdrehen). Der Lüfter ist, was Mac-Nutzer nerven dürfte, nicht wirklich leise und gibt ein hochtoniges Weinen von sich. Der Fingerabdrucksensor ist ganz klar ein Gimmick: Er dient nur dazu, die Verbindung des Z991 mit dem Rechner zu steuern. Hat man den Fingerabdruck durch mehrfaches Drücken festgelegt, connected das Z991 nur mit dem richtigen Biometriemerkmal. Doch die SSD selbst wird nicht verschlüsselt. Das heißt: Man kann sie einfach entnehmen und in ein anderes Gehäuse stecken und kommt an die Daten. FileVault oder APFS-Verschlüsselung sind also Pflicht, wenn man das Medium schützen will. Recht gut hat uns das „Wo ist?“-Feature gefallen. Es ist schnell eingerichtet und erlaubt es, das SSD-Gehäuse zu tracken, wie man es von anderen AirTag-Alternativen kennt. Das Geräusch, das das Z991 von sich gibt, klingt allerdings recht blechern.
Das Zike Z991 ist