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McKinsey: Vertrauen der Firmen in KI wächst schnell, die Gewinne daraus nicht
Eine McKinsey-Studie zeigt, dass das Vertrauen der Unternehmen in KI schnell wächst, die unmittelbaren finanziellen Erträge daraus aber nicht so schnell folgen.
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Ein großes Renditeplus durch KI-Einsatz stellt sich bei der Mehrheit der Unternehmen bislang nicht ein, wie eine Studie der Beratungsgesellschaft McKinsey ergeben hat. Demnach haben wie auch im Vorjahr rund 37 Prozent der befragten Fachleute und Führungskräfte gesagt, dass KI zumindest einen gewissen Einfluss auf den operativen Gewinn im Unternehmen ausübt. Befragt wurden den Angaben nach 1719 Personen aus 97 Ländern.
Ebenso ist mit sechs Prozent der Anteil derer gleichgeblieben, die McKinsey als KI-Spitzenreiter einordnet. Diese Avantgarde führt laut der Studie mindestens fünf Prozent des EBIT im Unternehmen auf den KI-Einsatz zurück und sieht die Auswirkungen der Technologie als „erheblich“.
Aber auch wenn sich bei diesen Zahlen nicht viel bewegt hat, sieht McKinsey dennoch Gründe für Optimismus, dass sich Künstliche Intelligenz für die Firmen lohnt und man „auf der Straße zum ROI“ sei. So führten die Befragten etwa andere unternehmensweite Vorteile an wie Verbesserungen in den Bereichen Innovation, Wettbewerbsvorteile, Kundenzufriedenheit und Mitarbeiterzufriedenheit. Ebenso hätten Befragte, die noch keinen Ausschlag im operativen Gewinn sahen, etwa Kosteneinsparungen im Lieferkettenmanagement oder im Servicebetrieb angeführt. Umsatzsteigerungen durch KI seien, wenn überhaupt, dann am häufigsten im Marketing und Vertrieb zu finden, gefolgt von der Produkt- und Dienstleistungsentwicklung sowie der Softwareentwicklung.
Eine weitere Einsparmöglichkeit zeigt eine andere Zahl: Fast ein Drittel der Befragten (32 Prozent) hat angegeben, dass sich ihre Unternehmen gegen den Kauf eines oder mehrerer Softwareprodukte oder -funktionen entschieden haben. Stattdessen habe man sie mit agentischen Codingtools intern entwickeln können. Die vielbeschworene SaaSpocalypse, also eine Schrumpfung der Softwarebranche durch KI-Einsatz, könnte also zum Teil zutreffend sein.
Hinzu kommt laut McKinsey eine gesteigerte Arbeitsleistung des Einzelnen. 80 Prozent der Befragten führten an, dass KI ihre individuelle Produktivität verbessert hat. 50 Prozent berichteten, dass KI ihnen hilft, bessere Entscheidungen zu treffen. Allerdings berichteten auch 47 Prozent der befragten Führungskräfte der mittleren Ebene sowie der Fachkräfte, zumindest eine der negativen Auswirkungen von KI erlebt zu haben. Bei den leitenden Führungskräften und jenen der obersten Ebene waren das nur 31 Prozent. Mit 39 Prozent der Befragten wächst auch die Zahl, die KI-bedingten Personalabbau erwarten.
Der Einsatz in Unternehmen gewinnt dabei immer mehr an Breite: Fast neun von zehn Befragten gaben an, KI regelmäßig in mindestens einem Geschäftsbereich einzusetzen. Der Anteil der Befragten, die angaben, dass ihre Unternehmen KI in drei oder mehr Bereichen einsetzen, stieg zudem von 51 Prozent auf 56 Prozent. Dabei sind es vor allem die großen Unternehmen, die den KI-Einsatz vorantreiben. Unter den KI-Tools sind Chatbots am weitesten verbreitet: 47 Prozent der Befragten setzen diese unternehmensweit ein.
Insgesamt wächst McKinsey zufolge das Vertrauen der Unternehmen in KI schneller als die unmittelbaren finanziellen Erträge, die sie darauf zurückführen können. Trotz des zunehmenden Kostendrucks investieren Unternehmen weiterhin in nennenswertem Umfang in KI: 28 Prozent der Befragten gaben an, dass ihre Unternehmen mehr als 10 Prozent ihres unternehmensweiten IT-Gesamtbudgets für KI-Technologien ausgeben. 60 Prozent der Befragten erwarten, dass ihre Unternehmen ihre KI-Investitionen im Laufe des nächsten Jahres erhöhen werden. Auf der anderen Seite berichteten etwa 20 Prozent der Befragten, dass KI-bezogene Betriebskosten einschließlich Token-Kosten ihren KI-Einsatz eingesch