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Steinmeier betont auf Gamescom Risiken und Stärken des Gaming
Auch wenn er kein Gamer ist, hat Bundespräsident Steinmeier der Video- und Computerspielmesse Gamescom einen Besuch abgestattet. Für ihn gehören die Spiele inzwischen zum kulturellen Leben dazu - auch wenn das Zocken Schattenseiten haben kann.
Es war das erste Mal, dass mit Frank-Walter Steinmeier ein Bundespräsident die Gamescom besucht hat - die weltgrößte Messe für Computer- und Videospiele, die noch bis Sonntag in Köln stattfindet. Und das, obwohl er selbst gar kein Gamer sei, wie der 70-Jährige einräumt. Auf die Welt der digitalen Spiele blickt das Staatsoberhaupt mit gemischten Gefühlen.
Grundsätzlich stehe er dem Gaming positiv gegenüber, Computerspiele seien fester Bestandteil des kulturellen Lebens geworden. Steinmeier sagte bei seinem Messebesuch:
Immerhin, in Deutschland spielten mehr als 40 Millionen Menschen Computer- oder Videospiele - Männer und Frauen, junge und "nicht mehr ganz so junge", "manche regelmäßig, einige exzessiv, viele nur gelegentlich", so Steinmeier weiter. Games seien damit "in der Mitte der Gesellschaft angekommen". Und damit spricht der Bundespräsident den Spielen mehr zu als reinen Unterhaltungswert. Sie seien "kulturrelevant und damit auch relevant für Demokratie". Zudem seien die beim Gaming eingesetzten Technologien wichtig für Wirtschaftsbereiche wie Medizin, Architektur oder Fahrzeugdesign.
Zwischen Kunst und Kommerz entstehen innovative Projekte, doch große Plattformen bestimmen den Markt .
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Doch Steinmeier hob auch die Risiken hervor, die mit dem Gaming verbunden sein können. "Gerade weil Computer- und Videospiele so allgegenwärtig geworden sind, müssen wir auch über die Schattenseiten dieser Entwicklung sprechen: sachlich, ehrlich und differenziert", mahnte er. Computerspielsucht sei eine von der Weltgesundheitsorganisation anerkannte Erkrankung, die schwerwiegende Folgen für Betroffene habe.
Einige Spiele würden junge Menschen zudem mit "Brutalität und roher Gewalt" in Berührung bringen, ebenso wie "mit Sexismus, Rassismus, mit menschenverachtendem Denken und extremistischen Ideologien". Darum brauche es aus Sicht des Bundespräsidenten "klare Regeln, um die Gewaltverherrlichung, die Verbreitung von extremistischen und demokratiefeindlichen Inhalten zu verhindern". Das gelte eben auch für Video- und Computerspiele und "gerade in einer Zeit, in der auch unsere Demokratie stärker bedroht ist und angefochten wird."