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Iran: Sechs Monate Krieg und kein Ende in Sicht
US-Präsident Trump und Israels Premier Netanjahu hatten auf einen Durchmarsch gesetzt, als sie am 28. Februar das Luftbombardement Irans starteten. Es kam anders - und bis heute ist der Konflikt ungelöst.
Der iranische, regimenahe Kolumnist Nadar Karimi zieht eine klare Bilanz des US-israelischen Angriffs auf sein Land: "Aus meiner Sicht ist der große Erfolg Irans, dass die benachbarten Golfstaaten erkannt haben, dass Iran nicht leicht ausgeschaltet oder zum Zusammenbruch gebracht werden kann. Vor dem Krieg war das nicht so."
Immerhin hätten die Supermacht USA, zusammen mit Israel, das über die stärksten Streitkräfte in der Region verfüge, Iran nicht zerstören können, ergänzt er.
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Schon früh nach den ersten Angriffen Ende Februar, die völkerrechtlich zumeist als nicht legitim angesehen wurden, stellten Kritiker die Frage nach dem Ziel des Angriffs auf Iran. Ging es den USA um die Dezimierung des iranischen Atomprogramms, um die Ausschaltung militärischer Kapazitäten, oder ging es darum, einen Regimewechsel herbeizuführen?
Zudem wurde deutlich, dass Israel militärisch weiter gehen wollte als der amerikanische Partner. Der türkische Politologe Karabekir Akkoyunlu erklärt: "Aus politischer Sicht hat es tatsächlich einen Regimewechsel gegeben, aber genau in eine andere Richtung, als Washington und möglicherweise Israel es wollten."
Eine Clique viel extremerer Hardliner sei an die Macht gekommen, so Akkoyunlu, der an der Universität Oxford forscht. Eine, die den letzten Ayatollah Chamenei irgendwann als eher gemäßigt und pragmatisch aussehen lassen werde.
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