// TAGESSCHAU WIRTSCHAFT — FINANZA
Wo es trotz Konjunkturflaute noch Jobs gibt
Jahrelang kein Wachstum, das schlägt längst auch auf den Arbeitsmarkt durch. Hinzu kommt der Strukturwandel in der Industrie, der auch Arbeitsplätze kostet. Wo fallen Stellen weg - und wo gibt es neue?
Die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland ist auch im August schwach geblieben. Das hat der von der Bundesagentur für Arbeit monatlich ermittelte Stellenindex ergeben. Die Bundesagentur spricht von einer "Seitwärtsbewegung" auf dem Arbeitsmarkt.
Allerdings sei in immer mehr Branchen im Vergleich zum Vorjahr ein "leichtes Stellenplus" zu verzeichnen, vor allem im öffentlichen Bereich, dem Finanzsektor, der Energie- und Wasserwirtschaft sowie im verarbeitenden Gewerbe.
Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt bleibt schwierig - helfen können Azubis aus dem Ausland.
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Ein Blick auf die Karriereseiten großer Unternehmen zeigt: Fachkräfte werden gesucht. Siemens Energy sucht unter anderem Servicetechniker für Windkraftanlagen und Ingenieure, bei MAN sind Stellen für Mechatroniker, Elektriker und Servicetechniker ausgeschrieben. Auch kleinere Umwelt- und Energieunternehmen suchen Mitarbeitende.
Selbst der Anruf bei einem Heizungsbauer aus dem mittelfränkischen ländlichen Raum zeigt: "Wir brauchen Leute!" Weniger offene Stellen als vor einem Jahr gibt es dagegen laut Bundesagentur in der Gastronomie und im Bereich Information und Kommunikation.
In Deutschland ist Teilzeitarbeit so weit verbreitet wie noch nie.
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Allein der demografische Wandel sorgt für Lücken in Unternehmen und Betrieben. Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) kommt zu dem Schluss, dass der Renteneintritt der sogenannten Babyboomer den deutschen Arbeitsmarkt stärker treffen wird, als bislang befürchtet. Als Babyboomer zählen die geburtenstarken Jahrgänge von 1954 bis 1969.
Demnach erreichen bis 2036 im Schnitt jährlich rund 1,3 Millionen von ihnen das Rentenalter. Das wirkt sich auch beim mittelfränkischen Unternehmen Schotter- und Steinwerk Weißenburg aus. Einige Fachkräfte, die seit Jahrzehnten im Unternehmen sind, werden demnächst wegen ihres Alters ausscheiden, erklärt Geschäftsführer Jens Geiger. "Die kann man nicht von heute auf morgen ersetzen."
In Deutschland fehlen Tausende Busfahrer. Woran das liegt und wie es besser werden könnte.
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