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Zahl der Toten nach Sturzflut in Nepal steigt auf mehr als 500
Nach der Flutkatastrophe in Nepal und Tibet wurden 538 Tote geborgen. Die Arbeiten werden durch gestauten Seen gefährdet, die brechen könnten. Ein Hoffnungsschimmer: Eine vierköpfige deutsche Familie wurde gerettet.
Zwei Tage nach der Sturzflut im Himalaya hat sich die Zahl der Todesopfer in Nepal und Tibet nach Behördenangaben auf insgesamt mindestens 543 erhöht. Der nepalesische Katastrophenschutz meldete 538 bestätigte Tote. Chinesische Staatsmedien zufolge stieg die Zahl der Toten in der von China kontrollierten autonomen Region Tibet auf fünf. Mehr als 1.400 Menschen gelten als vermisst.
Nach Angaben des Auswärtigen Amts befindet sich eine niedrige zweistellige Zahl deutscher Staatsangehöriger unter den Vermissten. Eine vierköpfige Familie konnte indes nach nepalesischen Armeeangaben gerettet werden.
Die Familie aus dem Berchtesgadener Land war nach einer Trekking-Tour gerade in Trishuli Bazar, als die Wassermassen kamen. Eine kurzfristige Planänderung habe ihnen vermutlich das Leben gerettet, sagte der 37-jährige Familienvater Manuel Münch der Nachrichtenagentur dpa. "Wenn wir unsere Trekking-Tour normal durchgeführt hätten, hätten wir an dem Tag in Syabrubesi übernachtet und wären gestorben", sagte Münch. Er war mit seiner nepalesischen Frau und den beiden Kindern nach Nepal gereist, um Verwandte zu besuchen und in der Langtang-Region zu wandern.
Die Familie wurde zusammen mit anderen Geretteten per Hubschrauber zu einem Militärcamp gebracht, sagte ein Armeesprecher der Nachrichtenagentur dpa. Aus Kreisen des nepalesischen Tourismusministeriums hieß es, insgesamt seien 117 ausländische Touristen in Sicherheit gebracht worden.
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In Teilen des Katastrophengebiets mussten die Einsatzkräfte jedoch zeitweise ihre Suche nach Opfern im Grenzgebiet von Nepal und Tibet unterbrechen. Auch im nepalesischen Katastrophengebiet Rasuwa wurden Rettungsaktionen nach Angaben eines Armeesprechers unterbrochen.
Grund sei die Gefahr einer erneuten Flutwelle gewesen. Das chinesische Staatsfernsehen berichtete, ein See, der sich hinter Schlamm- und Geröllmassen aufgestaut habe, trete über die Ufer. Nach einer Warnung der Polizei in Nepal war kurzzeitig Panik in der Bevölkerung ausgebrochen. Mittlerweile seien die Risiken durch den überlaufenden See unter Kontrolle, hieß es von den Behörden.
Dieses Luftbild, das am 27. August 2026 auf dem Weibo-Account des mobilen Feuerwehr- und Rettungsdienstes von Lhasa veröffentlicht wurde, zeigt einen Stausee, der sich nach einem Erdrutsch gebildet hat.
Nach der Sturzflut im Himalaya suchen Rettungskräfte weiter nach Überlebenden - während in Nepal eine weitere Flutwelle droht.
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