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CXMT-Speicher: 874 Prozent mehr Umsatz und erstmals Milliardengewinn
Günstiger Speicher aus China? Der Traum ist ausgeträumt. CXMT profitiert genau wie westliche Hersteller massiv vom Nachfrageboom bei RAM. Dieser setzt mit leichter Verzögerung ein, aber das Umsatzwachstum von 874 Prozent zeigt bereits an, wohin die Reise auch dort geht. Aus Verlusten wurden damit direkt Milliardengewinne.
Als nun börsennotiertes Unternehmen muss auch CXMT die Zahlen offenlegen. Im ersten Halbjahr 2025 erzielte der Speicherhersteller einen Umsatz von 15,4 Milliarden Yuan und verzeichnete einen Verlust von 2,3 Milliarden Yuan, umgerechnet 1,97 Milliarden Euro Umsatz und knapp 300 Millionen chinesische Yuan Verlust.
Im ersten Halbjahr 2026 erwirtschaftete CXMT aufgrund des sprunghaften Anstiegs der Nachfrage und der massiv gestiegenen Preise einen Umsatz von 150,31 Milliarden Yuan. Der Verlust verwandelte sich dabei in einen Gewinn von 77,61 Milliarden Yuan. Umgerechnet ist das ein Umsatz von über 19 Milliarden Euro und ein Gewinn von 10 Milliarden Euro.
CXMT hat damit alle Erwartungen deutlich übertroffen und zieht damit mit westlichen Speicherherstellern gleich. Noch sind die Zahlen zwar nicht ganz auf deren Niveau – wobei hier Halbjahreszahlen mit den Quartalszahlen der westlichen Hersteller verglichen werden – aber die Gewinnmarge geht bereits in eine ähnliche Richtung.
Bei CXMT kam dabei zur richtigen Zeit alles zusammen. Nicht nur konnten sie ihre Probleme mit der Ausbeute (Yield) bei klassischem DRAM lösen und sie konnten zuletzt in Kombination mit neuen Fertigungskapazitäten auch deutlich mehr DDR5-Speicher auf den Markt bringen. Gleichzeitig wurden zusätzliche Kundenkreise erschlossen, die Premiumpreise zahlen, da für sie an normalen Speicher von Samsung, SK Hynix und Micron kaum mehr ein Herankommen war.
Die Mär vom günstigen chinesischen Speicher war deshalb bereits vor vielen Monaten gestorben, zwischenzeitlich war CXMTs DRAM bereits sogar teurer als beispielsweise der von Samsung und SK Hynix. Symbolisch dafür wurde zuletzt wohl Apple bei CXMT abgewiesen, nachdem sie dort unbedingt einkaufen wollten – CXMT kann sich auch so vor gut zahlender Kundschaft kaum retten.
Zuletzt hatten auch zahlreiche namhafte Mainboardhersteller mehr und mehr Speicher von CXMT in ihre Supportlisten aufgenommen. Ähnlich wie Flash-Speicher von YMTC zuletzt zunehmend in Notebooks und Mini-PCs zu finden war, wird auch Arbeitsspeicher von CXMT nun zunehmend zur Normalität werden und dem Unternehmen so in den kommenden Monaten und Jahren hohe Gewinne bescheren. Prognosen gehen von 60 bis 90 Prozent zusätzlichem Wachstum im zweiten Halbjahr 2026 gegenüber dem ersten Halbjahr aus, die Zahlen gegenüber dem Vorjahreszeitraum werden damit wohl noch deutlicher ausfallen als heute.