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Gamescom: Spiele für alle: Indie-Highlights auf der Gamescom
Für alle was dabei: Die Spiele der Indie Area zeigen, dass auch kleine Teams tolle Spiele entwickeln. Sie machen Spaß, tun gut und fördern demokratische Werte.
Mehr spielen, weniger warten: Um Spiele vorab auf der Gamescom anzuspielen, nehmen Fans lange Wartezeiten in Kauf. Manche richten sich mit Picknick, Mobilkonsole und Klappstuhl auf stundenlanges Schlangestehen ein. Wenn die Zeit dafür zu schade ist, kann man sich in der Indie Area umsehen: Hier drängeln sich neue Indie-Games dicht an dicht, darunter viele innovative und mutige Spielideen. Die Wartezeiten sind überschaubar und oft ergibt sich währenddessen direkt ein Gespräch mit Entwicklerinnen und Entwicklern, die ihre Spiele dort vorstellen.
Jahr für Jahr wächst die Indie Area auf der Gamescom: diesmal um 16 Prozent laut Veranstalter Koelnmesse. Mit hunderten Indie-Spielen zeigt die Messe, wie sehr kleine Teams inzwischen die internationale Spielebranche prägen. An großen und kleinen Gemeinschaftsständen ist die Spieledichte hier deutlich höher als in anderen Hallen. Unabhängige Studios und Solo-Developer können sich hier einmieten, beispielsweise im „Home of Indies“, den „Indies of the Americas“ oder bei „Games of Spain“.
Der größte Gemeinschaftsstand mit über 2000 Quadratmetern ist die „Indie Arena Booth“ (IAB), die rund 200 kuratierten Spielen aus 41 Ländern Platz bietet. Hier stehen die Anspielstationen dicht an dicht, die Warteschlangen sind aber meist überschaubar. Die Stände sind ganz unterschiedlich groß: Für manche Spiele stehen mehrere PCs bereit, andere werden in einem klitzekleinen Arcade-Booth präsentiert. Auch verschiedene Förderprogramme bieten hier den von ihnen unterstützten Spielen eine Plattform, beispielsweise die Gamecity Hamburg, die Spieleentwicklerinnen und Spieleentwicklern aus der Hansestadt mit unterschiedlichen Programmen zur Seite steht.
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Wie im letzten Jahr fördert auch die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) mit dem Programm „Democracy at Play“ fünf Spiele und stellt diese auf der Gamescom vor: „Egglets – die langen 10 Tage“, „Future? No thanks!“, „Influencer Solitaire“, „Microlandia“ und „Name of the Will“. Jeder der fünf Titel greift sich einen Aspekt heraus, der für Demokratie entscheidend ist, wie Dr. Felix Zimmermann, der Referent für Games-Kultur der bpb, im Gespräch mit c’t erläutert. In den Spielen sollen Menschen spielerisch verschiedene Rollen einnehmen und unterschiedliche Handlungsoptionen ausprobieren können.
Das kostenlos auf Steam verfügbare „Influencer Solitaire“ beispielsweise vermittelt in seiner hübschen Pixelart-Grafik mit Karten und Würfeln schnell, welche Auswirkungen einzelne Entscheidungen im Leben eines Influencers oder Content Creators auf Beliebtheit, Sichtbarkeit, Gesundheit und Finanzen haben. Zwar könnte man mit Fake News und KI-Slop-Videos womöglich schnell reich werden, für die eigene Reputation wäre das jedoch Gift, was sich wiederum auf Kooperationen auswirkt. Um all das in einem gesunden Gleichgewicht zu halten, muss man das tägliche Würfelset mit den verfügbaren Karten geschickt ausspielen.
Erstmals fördert die bpb mit 400.000 Euro selbst die Entwicklung eines Spiels und stellt es ebenfalls in der IAB vor: Das Deduktionsspiel „SOKO 1977“ von Paintbucket Games spielt im Deutschland der 1970er Jahre, genauer: dem sogenannten Deutschen Herbst. Spielende schlüpfen in die Rolle eines Polizeibeamten bei einer Anti-Terror-Task-Force und müssen dort Hinweise zusammentragen und Einsätze planen. Dabei konfrontiert das Spiel mit wichtigen moralischen und rechtlichen Fragen: Was muss der Staat tun, um die Sicherheit seiner Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten und wie weit darf er da