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Anthropic: Sony Music und Warner Chappell klagen wegen Urheberrechtsverletzungen
von Carsten Knobloch
29. Aug. 2026 |
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Sony Music und Warner Chappell haben laut Bericht vor einem US-Bezirksgericht in Kalifornien Klage gegen das KI-Unternehmen Anthropic eingereicht. Der Vorwurf: Es handle sich um einen der größten Diebstähle geistigen Eigentums in der Geschichte. Die Musikverlage fordern Schadenersatz für zehntausende geschützte Werke. Gefordert werden bis zu 150.000 US-Dollar (ca. 138.000 Euro) pro Werk sowie bis zu 25.000 US-Dollar (ca. 23.000 Euro) für jeden Fall, in dem Copyright-Hinweise entfernt wurden. Sollte das Gericht den Klägern vollumfänglich recht geben, könnten sich die Forderungen auf mehrere Milliarden Dollar belaufen.
Die Klage richtet sich dabei nicht nur gegen Anthropic als Unternehmen, sondern nimmt auch die beiden Mitgründer Dario Amodei und Benjamin Mann persönlich ins Visier. Laut der Anklageschrift soll Mann über BitTorrent mehr als fünf Millionen raubkopierte Bücher heruntergeladen haben, während Angestellte mindestens zwei Millionen weitere Werke über Pirate Library Mirror bezogen haben sollen. Zudem wirft man dem Unternehmen vor, Songtexte von Plattformen wie MusixMatch und LyricFind abgegriffen zu haben. Zu den konkret in den Trainingsdaten von Claude nachgewiesenen Titeln gehören unter anderem Livin on a Prayer von Bon Jovi, September von Earth, Wind and Fire sowie Hallelujah von Leonard Cohen.
Für Anthropic ist es nicht die erste rechtliche Auseinandersetzung dieser Größenordnung. Erst kürzlich hatte das Unternehmen einen Rechtsstreit mit der Verlagsbranche über 1,5 Milliarden US-Dollar (ca. 1,38 Milliarden Euro) beigelegt. Zudem laufen weitere Klagen von Labels und Verlagen wie der Universal Music Group, Concord, ABKCO, BMG und Round Hill Music. Eine Stellungnahme von Anthropic steht bislang aus.
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