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Ugreen Nexode Pro 300W Tischladestation im Test
von Carsten Knobloch
30. Aug. 2026 |
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Über die Ugreen Nexode Pro 300W (Modell X873) hatte ich hier im Blog bereits zum Marktstart berichtet. Nun habe ich mir die 8-Port-Tischladestation im Alltag genauer angeschaut.
Der Hersteller verspricht nicht weniger als die ultimative Stromzentrale für den Schreibtisch: 300 Watt Gesamtleistung, sechs USB-C-Ports, ein USB-A-Anschluss, ein 240-Watt-DC-Ausgang und ein TFT-Farbdisplay samt App-Steuerung. Doch wie schlägt sich das Lademonster im Praxiseinsatz?
Rein von der Ladeperformance her hält die Station, was Ugreen verspricht. Die Leistungsabgabe über die USB-C-Buchsen arbeitet absolut stabil. Selbst wenn zeitgleich ein MacBook Pro mit 140 Watt via Power Delivery 3.1, ein iPad und mehrere Smartphones geladen werden, bricht die Versorgung nicht ein. Interessant: In meinen Testszenarien wurden Ports nicht abgeklemmt, wenn man neue Geräte anschloss. Das ist nett.
Dank der verbauten GaN-Technologie bleibt die Temperaturentwicklung erfreulich moderat. Das Gehäuse wird unter Dauerlast zwar spürbar warm, aber niemals kritisch heiß – ihr verbrennt euch also nicht die Pfoten. Glücklicherweise sind auch keine Lüfter verbaut.
Das integrierte TFT-Farbdisplay auf der Vorderseite ist ganz nett. Es schlüsselt in Echtzeit auf, wie viel Watt gerade über welchen Port fließen und wie es um die Gesamtauslastung steht.
Die Ablesbarkeit ist gut. Auch die Einbindung per Wi-Fi und Bluetooth in die Ugreen-App funktionierte im Test reibungslos. Über die App lassen sich der Status aus der Ferne prüfen, Leistungsbegrenzungen festlegen und Firmware-Updates einspielen. Nein, ihr könnt leider keine Ports remote abschalten. Erwähnung: Die App nötigt euch, ein Konto anzulegen.
Wer mag, der kann sich auch ein Hintergrundbild setzen. Da die Schrift allerdings nur in Weiß dargestellt wird, muss man schauen, wie gut welches Bild passt. In meinem Fall war das Ablesen des Datums etwas schwierig. Aber ich halte so etwas eh nur für ein Gimmick. Ein Touchscreen ist das Display allerdings nicht; die Navigation direkt am Gerät läuft über die Tasten.
Wo viel Licht ist, gibt es im Praxistest aber auch ein paar Kritikpunkte. Größter Haken ist der beworbene DC-Rundstecker-Port mit bis zu 240 Watt.
Wer diesen im 20-Volt-Betrieb für Laptops nutzt, muss laut Handbuch damit leben, dass interne Leitungen umgeschaltet und andere USB-C-Ports teilweise komplett abgeschaltet werden. Ein gleichzeitiges Laden aller Anschlüsse unter Volllast ist in dieser Konfiguration schlicht nicht möglich.