// HEISE ONLINE — MOBILE & WEB
Apple und UPS: Ausweis vorzeigen auch für geringwertige Sendungen
Wer in Apples Online-Laden kauft, sollte am besten zu Hause sein: UPS hat seine Lieferbedingungen selbst bei geringwertigen Bestellungen verschärft.
Einfach an der Tür ablegen: Das macht UPS bei Apple-Sendungen nicht.
This article is also available in
English.
It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.
Offenbar in Reaktion auf zunehmenden Sendungsdiebstahl haben Apple und UPS in Deutschland die Empfangsbedingungen stärker abgesichert: Selbst bei geringwertigen Paketen aus dem Apple Online Store wird nun ein Ausweis verlangt. Das kann zum Problem werden, wenn der Käufer nicht vor Ort ist, da selbst Poststellen und Rezeptionen Sendungen dann nicht entgegennehmen dürfen. Fahrer sind gehalten, den Lichtbildausweis zu kontrollieren. Verwirrenderweise nimmt das Apples zweiter Hauptversanddienstleister, DHL Express, weniger ernst, hier wird an Poststellen (noch) geliefert. Nutzer können allerdings erst nach Versand sehen, wer die Sendung übernommen hat.
Apples Online-Laden ist erste Adresse für Apple-Produkte, wenn man sie gleich nach Verkaufsstart haben möchte – in den Einzelhandel gelangen sie oftmals leicht verzögert, wenn auch dann meist kostengünstiger (siehe heise-Preisvergleich). Bislang war klar, dass hochwertige Güter wie iPhones oder Macs bei Auslieferung durch den United Parcel Service das Vorzeigen eines Ausweises bedingten. Heißt: Der Käufer muss vor Ort sein, wenn das Paket ankommt.
Wie Nutzer berichten, rücken UPS-Boten inzwischen aber auch Sendungen mit einem Wert von nur 20 Euro nicht mehr ohne Ausweis heraus. Ob dies an einer Änderung bei Apple oder UPS liegt, ist bislang unklar. Auch ein telefonisches Bitten um die Herausgabe an eine professionelle Poststelle wird dabei abgelehnt, die Fahrer haben offenbar strikte Order.
Käufer sollten sich also unbedingt am Liefertag freinehmen, um vor Ort zu sein. Ob UPS oder DHL Express liefern, erkennt man erst bei der Versandbenachrichtigung durch den Apple Online Store.
Als Alternative bietet sich an, das Paket oder Päckchen an einen sogenannten UPS Access Point umleiten zu lassen, wo man die Sendung dann mit Ausweis abholen kann. Solche Access Points gibt es in den meisten größeren Städten. Dabei handelt es sich normalerweise um kleine Läden, die die Pakete entgegennehmen, in Hamburg oder Berlin sind es häufig „Spätis“. UPS verschickt bei der Auslieferung teilweise SMS, um eine Umleitung in einen Access Point in der Nähe direkt zu veranlassen – man muss dazu dann nur „1“ antworten. Allerdings erfolgt der Versand dieser SMS nicht immer. Bekommt man keine, muss man sich händisch um die Umleitung bemühen und über die UPS-Website und den Sendungslink vorgehen, um einen passenden Access Point in der Nähe auszuwählen.
Das klappt allerdings nur genau einmal: Hat man den falschen Access Point erwischt, wird beim zweiten Umleitungsversuch eine Liefergebühr fällig. Verwirrenderweise erlaubt UPS bei Apple-Lieferungen auch, Sendungen in UPS-fähige Packstationen wie DeinFach, die mittlerweile in einzelnen Städten verfügbar sind, umzuleiten. Gleichzeitig betont UPS aber auch die Tatsache, dass ein Lichtbildausweis zur Abholung benötigt werde – den eine Packstation schwerlich kontrollieren kann. Man sollte also sicherheitshalber nur in einen menschlich besetzten Access Point umleiten. Der Vorgang verzögert die Auslieferung übrigens gegebenenfalls um einen weiteren Tag.
Alternativ kann man übrigens gleich bei der Order im Apple Online Store in ein Abholgeschäft bestellen, statt die eigenen Hausanschrift zu verwenden. Das dürfte die sicherste und schnellste Methode sein, an seine Bestellung zu gelangen, sofern man nicht bei der Auslieferung vor Ort sein kann.