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GrapheneOS-Macher raten von Pixel 11 ab
Google hat bei der Pixel-11-Serie eine für GrapheneOS elementare Funktion deaktiviert – die neuen Modelle werden nicht unterstützt.
Die Macher des alternativen, sichereren Android-ROMs GrapheneOS haben vom Kauf eines neuen Pixel-11-Modells abgeraten. Nach einer Woche Entwicklungsarbeit stellte das Team fest, dass die Unterstützung von ARM Hardware Memory Tagging (MTE) auf Software- und wahrscheinlich auch Hardwareebene fehlt; die Funktion ist für GrapheneOS elementar.
Arm MTE weist jedem 16-Byte-Speicherblock einen 4-Bit-Tag zu. Beim Speicherzugriff einer App werden die Tags des Zeigers und des Speichers verglichen; dadurch sollen unter anderem Zero-Day-Exploits durch Buffer Overflows verhindert werden. GrapheneOS hat die Funktion anders als Google selbst bei seinem Android-ROM standardmäßig für zusätzliche Sicherheit aktiviert.
Google führte Arm MTE mit dem Pixel 8 ein, implementiert die Funktion nun aber offenbar nicht mehr. Für GrapheneOS fällt damit eine Säule des Schutzes weg, weshalb die Pixel-11-Serie vorerst nicht unterstützt wird. Stattdessen rät das Team dazu, ein älteres Pixel-Modell zu kaufen.
Auf Mastodon erklärt GrapheneOS den Schritt ausführlich und nutzt die Gelegenheit, über die neuen Pixel-11-Modelle ordentlich abzuziehen: Die Geräte hätten nur wenige Verbesserungen und seien dafür viel zu teuer, so das Team. Zwar biete der Titan-M3-Sicherheits-Chip einen besseren Schutz, über die CPU und GPU verlieren die Programmierer aber kein gutes Wort.
Die CPU ist in der Tat wesentlich weniger leistungsfähig im Vergleich zum aktuellen Snapdragon 8 Elite Gen 5 von Qualcomm. Auch die Grafikleistung ist bei Qualcomms Chip, von dem bald ein Nachfolger erscheinen dürfte, wesentlich besser. Die Pixel-11-Serie nennt das GrapheneOS-Team “überteuert”: “Die Upgrades sind nicht beeindruckend und der Verlust von Arm MTE ist empörend.”
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