// HEISE ONLINE — MONDO
Firefox 155 zeigt blockierte Tracker direkt an
Firefox 155 bringt neue KI-Funktionen, einen Tracker-Zähler und Verbesserungen für Container – verursacht aber Probleme in manchen Firmennetzen.
Mozilla hat Firefox 155 veröffentlicht. Die neue Version bringt das KI-Feature Smart Window für alle Nutzer in den USA, Kanada und Frankreich, einen Zähler für blockierte Tracker in der Adressleiste sowie Verbesserungen bei Tab-Gruppen und Containern. In restriktiven Unternehmensnetzen kann die neue Firefox-Version allerdings Probleme beim Laden von Websites verursachen. Betroffen sind Netze, in denen Firewalls oder Proxys UDP blockieren, etwa im Zuge einer TLS-Inspektion. Dann können Seiten langsam laden oder gar nicht erreichbar sein.
Smart Window war bislang nur eingeschränkt in den USA und Kanada verfügbar. Mit Firefox 155 erweitert Mozilla den Test auf Frankreich. Die Funktion bleibt eine schrittweise ausgerollte Beta und setzt Firefox für Desktop sowie ein Mozilla-Konto voraus. Sie kombiniert mehrere KI-Funktionen im Browser, darunter personalisierte Vorschläge zum Fortsetzen früherer Unterhaltungen.
Der integrierte Assistant soll außerdem deutlich schneller auf Websuchen reagieren und Quellen von Exa direkt angeben. Mozilla spricht in den Release Notes von etwa einem Fünftel der bisherigen Antwortzeit. Was genau Smart Window im Alltag leistet, hängt damit auch von den jeweils verfügbaren KI-Funktionen ab. Zu einem Start von Smart Window in Deutschland, Österreich und der Schweiz hat Mozilla bislang keine Angaben gemacht.
Firefox verbessert zugleich die automatische Tab-Organisation. Der Browser soll verwandte Tabs zuverlässiger zu Gruppen zusammenfassen und für diese verständlichere Namen vorschlagen. Wie bei Smart Window erfolgt die Freischaltung schrittweise.
Firefox kann nun in der Adressleiste anzeigen, wie viele Tracker der Browser blockiert hat. Die Anzeige lässt sich in den Einstellungen abschalten; der Tracking-Schutz bleibt dann aktiv. Mozilla macht damit eine Schutzfunktion sichtbarer, denn bislang war sie vor allem über das Schildsymbol und die Datenschutzberichte erreichbar.
Auch die eingebauten Container bekommen eine kleine, aber praktische Änderung: Ihre Reihenfolge lässt sich jetzt in den Einstellungen festlegen. Firefox übernimmt diese Sortierung überall dort, wo Container zur Auswahl stehen.
Die in Version 153 eingeführten Container trennen Browser-Sitzungen voneinander. Cookies, Logins und Websitedaten eines Arbeits-Containers bleiben beispielsweise vom privaten Container getrennt. So lassen sich mehrere Konten desselben Dienstes parallel nutzen, ohne unterschiedliche Firefox-Profile oder Browserfenster zu benötigen.
Für Webspiele unter Windows unterstützt Firefox nun Nintendo-Switch-Pro-Controller und kompatible Nachbauten vollständig. Das Steuerkreuz und die Analogsticks sollen korrekt belegt sein. Die Firefox-Übersetzungsfunktion beherrscht zudem Marathi und Urdu.
Das bekannte Netzwerkproblem betrifft Firefox-Installationen hinter Firewalls oder Proxys, die UDP-Verbindungen sperren. Das kann etwa in Firmennetzen vorkommen, in denen TLS-Verbindungen untersucht werden. Firefox verwendet für HTTP/3 das auf UDP basierende Transportprotokoll QUIC. Firefox 155 unterstützt jetzt auch QUIC Version 2.