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Hybride Angriffe und Anschläge in Tschechien und der Slowakei
Während Deutschland wegen des Leipziger Drohnenvorfalls Strafen gegen Russland verhängt, ermitteln die Behörden in Tschechien und der Slowakei in ganz ähnlichen Fällen. Auch hier im Fokus: Lieferungen für die Ukraine.
Beobachter warnen vor einer Welle von Sabotageakten in Europa, verübt von angeheuerten Ausländern unter falscher Flagge - gesteuert höchstwahrscheinlich von russischen Geheimdiensten. Erst in der vergangenen Woche gelang es slowakischen Sicherheitskräften, einen geplanten Brandanschlag vereiteln. Ziel war ihren Angaben zufolge eine ukrainische Drohnenfabrik in der Ostslowakei.
Die Folgen eines solchen Brandanschlags wären verheerend gewesen. Ziel des Angriffs sei das Unternehmen Skyeton in Haniska bei Presov gewesen, so Polizeipräsidentin Jana Maskarova. Dort werden Drohnen hergestellt. "Zum Zeitpunkt des geplanten Anschlags könnten sich dort rund 70 Personen aufgehalten haben. Der Wert der Produktionsstätte beläuft sich nach unseren bisherigen Erkenntnissen auf Dutzende Millionen Euro", erklärt Maskarova weiter.
Ermittler fanden improvisiertes Napalm und einen handschriftlichen Plan. Unklar ist, wer dahinter steckt.
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Drei Verdächtige wurden in der Slowakei festgenommen, eine weitere Person in Deutschland. Zwei sind Letten, zwei Ukrainer. Skyeton ist eine ukrainische Firma, die derzeit schnell expandiert, auch nach Deutschland. Sie gilt als ein führender Hersteller von Aufklärungsdrohnen, den "Raybirds 3". Einen Teil seiner Produktion hat Skyeton in die benachbarte Slowakei verlagert.
Die Ukraine hat sich zu einer Weltmacht in der Entwicklung von Drohnen etabliert: Sie sind kostengünstig und kampferprobt. Auch die Rüstungsindustrie in der Slowakei erlebt einen Boom - trotz der russlandfreundlichen Rhetorik von Premierminister Robert Fico. Der hat zwar staatliche Waffenlieferungen an Kiew gestoppt, aber teilstaatliche und vor allem private Firmen produzieren in großem Stil auch für die Ukraine und ihre Verbündeten, an immer mehr Standorten in der Slowakei.
Daher warnt Präsident Peter Pellegrini: "Ich möchte die Regierung der Slowakei bitten, diese Situation nicht auf die leichte Schulter zu nehmen und sich ernsthaft mit diesem Angriff und den möglichen Risiken weiterer Angriffe auseinanderzusetzen."
Woher die Drohne stammt, ist bisher unklar.
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Verteidigungsminister Robert Kalinak bestätigte die Ermittlungen zu anderen möglichen Anschlagszielen in den vergangenen Monaten. Allerdings habe die Drohnenfabrik Skyeton keine Lizenz zur Ausfuhr Richtung Osten gehabt, nur in Richtung Westen. Das spricht auf den ersten Blick gegen Russland als möglichen Auftraggeber des Anschlags.
Genau wie ein angebliches Bekennervideo der kaum bekannten Gruppe "Global Citizens against War 1984". "Wir übernehmen die volle Verantwortung für diese Aktion. Dadurch gehen wir zur aktiven Phase unserer Friedenskampagne über", zitierte sie das slowakische Fernsehen. Die Bilder sind laut Polizei allerdings KI-generiert.