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Huawei Watch D3: Die einzig echte Blutdruck-Smartwatch wird genauer
Mit der Watch D3 bringt Huawei eine neue Generation der Blutdruck-Smartwatch und den Nachfolger der Watch D2 (Test). Sie ist die einzige Smartwatch auf dem Markt, die Blutdruck ohne ständige, manuelle Kalibrierung über eine integrierte Manschette am Handgelenk zuverlässig messen kann.
Die dritte Generation setzt grundsätzlich auf dieselbe Technologie wie die Watch D2, also eine Manschette im Armband der Smartwatch, die über eine kleine Pumpe in der Smartwatch aufgepumpt wird und den Blutdruck tatsächlich misst, anstatt ihn nur anhand von LED-Sensoren und einer manuellen Kalibrierung mit einem zusätzlichen Blutdruckmessgerät – wie es etwa Samsung handhabt – zu bestimmen.
Die Watch D3 ist erneut medizinisch zertifiziert, sowohl für die Messung des Blutdrucks und für eine automatische 24-Stunden-Blutdruckmessung als auch für die Erfassung von EKGs.
Bei der ambulanten 24-Stunden-Blutdruckmessung (ABPM) misst die Watch D3 nach den Praxisleitlinien der Europäischen Gesellschaft für Hypertonie in Intervallen von 15 bis 30 Minuten den Blutdruck – tagsüber individuell anpassbar, nachts automatisch. Die Pumpe agiert dabei erneut sehr leise, so dass man von der Messung in aller Regel nachts nicht geweckt wird.
Mit der Watch D3 hat Huawei nach eigenen Angaben vor allem die Messgenauigkeit optimieren und so die Abweichung zum tatsächlichen Blutdruck reduzieren können – auch wenn medizinische Standards schon vorher erfüllt wurden. In 97 Prozent aller Fälle liegt die Abweichung bei weniger als 15 mmHg, in 88 Prozent bei weniger als 10 mmHg. Der ISO-Standard sieht hier lediglich Werte von 91 bzw. 76 Prozent vor, die Watch D2 kommt auf 94 und 82 Prozent.
Huawei hat zudem daran gearbeitet, die Messgenauigkeit zu verbessern, wenn individuelle bzw. äußere Einflüsse die Messung beeinflussen. Also beispielsweise bei Personen mit schwachem Puls am Handgelenk, bei Personen mit höherem Fettgehalt am Handgelenk oder auch bei Personen mit erhöhter arterieller Steifigkeit. In all diesen Fällen habe man die Genauigkeit um mehrere Prozentpunkte erhöhen können.
Generell ist bei Blutdruckmessungen und dem Vergleich von zwei Messungen zu beachten, dass der Blutdruck eine Momentaufnahme ist. Schon wenig zeitlicher Versatz zwischen den Messungen kann zu klar unterschiedlichen Ergebnissen führen.
Blutdruck kann nicht nur in Ruhe erhöht sein, sondern auch bei sportlicher Aktivität, die sogenannte Exercise Hypertension. Die Watch D3 ist deshalb erstmals in der Lage, den Blutdruck gezielt vor und nach dem Sport zu erfassen. Dies ist einerseits für Personen wichtig, die nachgewiesen an Bluthochdruck leiden, um diesen auch beim Sport im Blick behalten zu können. Andererseits können auch all jene eine Exercise Hypertension erkennen, die im Alltag in Ruhe nicht nachgewiesen unter Bluthochdruck leiden.
Als Sportarten werden derzeit Laufen, Radfahren und Gehen unterstützt. Mit der Watch D3 wird eine Messung vor und nach dem Sport, also mit noch erhöhtem Puls, durchgeführt. Ist die Messung vor dem Sport erhöht, weist sie darauf hin, die Belastung nicht zu hoch zu setzen. Ist hingegen der Blutdruck nach dem Sport erhöht, wird der Träger darauf hingewiesen, das Workout beim nächsten Mal etwas zu reduzieren.
Neu hinzugekommen ist in der Watch D3 nun auch die von anderen Smartwatches bekannte Sturzerkennung, die automatisch einen Notruf initiieren kann, wenn sie während des Sturzes mit einem Smartphone verbunden ist.