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KI-gestützte Videoüberwachung startete am Dortmunder Hauptbahnhof
Am Dortmunder Hauptbahnhof startete am Montag ein Pilotprojekt, bei dem KI-gestützte Videoüberwachung erprobt werden soll.
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Insgesamt sieben Kameras auf der Verteilerebene am Hauptbahnhof in Dortmund sollen seit Montag mithilfe von KI gefährliche Bewegungen erkennen und dem Personal der Verkehrsbetriebe DSW21 melden. Besonders im Fokus stehen dabei laut den Verkehrsbetrieben „Großveranstaltungen beziehungsweise größere Menschenansammlungen“. Gerade körperliche Auseinandersetzungen könnten in größeren Menschenansammlungen mit dem menschlichen Auge und herkömmlichen Kameras häufig nur schwer erfasst werden.
Auf der Verteilerebene des Dortmunder Hauptbahnhofs soll dabei ab Montag ein von der Essener Firma Staige entwickeltes KI-System helfen. Die Staige One AG, an der der IT-Dienstleister Adesso 43,7 Prozent der Anteile hält, entwickelt eigentlich KI-Kamerasysteme und -Software zur Analyse von Feldsportarten. Seit 2025 fokussiert sie auch andere Geschäftsbereiche in Industrie und Sicherheitswesen.
Die Mitarbeitenden in der DSW21-Leitstelle haben die Bilder der Überwachungskameras im Bahnhof bereits jetzt im Blick. Die KI soll sie künftig bei der Erkennung von Gefahren unterstützen. Auch soll sie dafür sorgen, dass die Menschen, die die Verteilerebene passieren, sich sicherer fühlen. Bei sich anbahnender Gewalt könne beispielsweise oft schon eine automatisierte Lautsprecherdurchsage, dass eine Gefahrensituation erkannt wurde und Sicherheitspersonal in Kürze eintreffe, helfen, die Situation zu entschärfen, sagt DSW21-Verkehrsvorstand Ulrich Jaeger.
Das System soll in der Lage sein, gefährliche Situationen zu erkennen und an die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der DSW21-Leitstelle zu melden. Die Monitore, die die Bilder der KI-Kameras an die Leitstelle übertragen, sollen bis auf einen Hinweis, dass das System aktiv ist, schwarz bleiben, solange keine Gefahrensituation erkannt wird. Meint die KI, eine gefährliche Situation zu erkennen, zeigt sie die entsprechende Aufnahme inklusive eines roten oder gelben Rahmens und einer Bewertung der Schwere und Dringlichkeit auf dem Bildschirm an. Die Entscheidung, wie auf von der KI als Gefahrensituation gemeldete Vorkommnisse auf dem Bildschirm reagiert wird, soll weiterhin das Personal vor dem Bildschirm treffen. Die Mitarbeiter wurden im Vorfeld informiert und auf den KI-Einsatz vorbereitet. In die abschließende Bewertung des Projekts, das bis Ende des Jahres 2026 laufen soll, sollen ihre Hinweise und Erfahrungen einfließen.
Vom Nutzen des Projekts scheint DSW21-Verkehrsvorstand Jaeger bereits jetzt überzeugt. Er hält eine Ausweitung der KI-Verhaltensanalyse auf andere hochfrequentierte Bereiche durchaus für denkbar.
Trainiert wurde das System laut Staige-CEO Jan Taube mit KI-generierten Darstellungen von Gewalt sowie mit echten Videoaufnahmen, die von der Polizei zur Verfügung gestellt wurden. Im Gespräch mit c't sagt Taube, es seien brenzliche Situationen von Polizisten nachgespielt und dieses Videomaterial anschließend zum Testen des KI-Systems verwendet worden. Man habe dem System etwa auch beigebracht, Rollerfahren (ausgestreckte Fäuste), Fußballspielen (Treten) oder Umarmungen (Rangeleien) von gewalttätigen Handlungen zu unterscheiden. Beim Training habe man darauf geachtet, eine diskriminierungsfreie KI zu trainieren.
Anders als beim Fraunhofer-Institut – das die KI-Technik für ähnliche Pilotprojekte im öffentlichen Raum entwickelt – arbeite man nicht mit Vektoren. „Keine Strichmännchen“, sagt Taube. Stattdessen findet unter Einbeziehung des Kontexts ein Abgleich mit hinterlegten Mustern statt.
Die Projektverantwortlichen stellen das Projekt als datenschutzfreundlich dar. Die Bilder der KI-Kameras werden auf einem lokalen KI-Server ohne Internetanbindung abgeglichen und es werden keine biometrischen Daten ausgewertet. Auch habe m