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IFA: Philips Hue startet Automatikbau per KI-Bot, bringt Backups und steuert Nanoleaf
Mit neuen Hue-Funktionen entwirft man komplexe Regeln per Zuruf, dirigiert Sonos-Speaker und Nanoleaf-Lichter und synchronisiert das TV-Licht per Kamerascan.
LED-Kacheln gibt es im Hue-Sortiment nicht. Man kann aber jetzt die von Nanoleaf in der Hue-App steuern.
Am Rande der IFA 2026 hat Philips Hue einen Strauß an Bedientricks und Zubehör für bunten Budenzauber ausgebreitet. Der hauseigene KI-Sprachassistent erstellt komplexe Wenn-Dann-Automatiken für Lampen und Sensoren. WLAN-Lautsprecher von Sonos sowie LED-Kacheln von Nanoleaf lassen sich künftig per App und Tastern von Hue ansteuern. Ein Cloud-Backup verhindert, dass die Fülle an Einstellungen im Nirvana verschwindet. Und eine TV-Kamera ermöglicht alternativ zu HDMI-Adaptern den Bildschirminhalt mit smarten Lichteffekten abzugleichen.
„Custom AI Behaviours“ nennt Philips Hue ein neues, ab Oktober freigeschaltetes Talent des in der App beheimateten KI-Assistenten. Damit lassen sich per Textchat oder auf Zuruf ans Smartphone-Mikro Automatiken mit mehreren Auslösern und Aktionszielen erstellen. Sich mit Fingern durch Programmfenster zu hangeln, entfällt dadurch.
Mit der Chatbot-Methode lassen sich sogar mehr Automatik-Variablen abrufen als die Bedienoberfläche überhaupt hergibt. In einer Demo auf einem Medienevent zeigte der Hersteller, wie sich nach Chatbot-Konsultation ein Bewegungssensor durch den Tastendruck eines Smart Buttons von Hue zeitweise deaktivieren ließ. Die App-Oberfläche gibt diese Verknüpfung bislang nicht her.
Für den Automatikbau reicht es, im Dialog ein Anwendungsziel zu äußern, die Software könne dann interpretieren, was es dazu benötigt, etwa, dass ein Kontaktsensor eine geöffnete Tür erkennen oder die Sonne bereits untergegangen sein muss.
Eine lang erwartete und nun angekündigte Backup-Funktion soll die vielen mühe- und liebevoll erstellten Szenen, Raumzuordnungen und Automatiken in der Hue-Cloud sichern. Bisher verblieben sie als Original-Datensatz auf der Systemzentrale Hue Bridge und Hue Bridge Pro, ließen sich aber nicht exportieren und gingen etwa bei fehlerhaften Firmwareupdates durchaus mal unwiederbringlich verloren. Ein konkretes Startdatum für die Backup-Funktion nannte Hue aber nicht.
Außer Technik eigener Marke oder anderer Leuchtmittel mit Zigbee-Funk kann ein Hue-System künftig auch WLAN-Produkte von Nanoleaf aktivieren, färben und automatisieren. Konkret sind Kacheln aus der Reihe Nanoleaf Shapes (Hexagon, Triangle und Mini Triangle) koppelbar. Als Verbindungsglied ist allerdings ein Zigbee-Steuermodul von Hue erforderlich, das man anstelle eines WLAN-Controllers in eine der Kacheln von Nanoleaf steckt. Es ist ab dem heutigen 3. September für 40 Euro erhältlich. Ein paralleler Zugriff per Hue- und Nanoleaf-App auf dieselben Kacheln ist auch geplant, aber zum Start nicht möglich.
Um Nanoleafs bisher nur per WLAN ansprechbare Kacheln zu steuern, steckt man eine Steuereinheit von Hue mit Zigbee-Chip in eine der Kacheln.
Mit bestehenden Funktastern von Hue lassen sich ferner „ab Ende des Jahres“ WLAN-Lautsprecher von Sonos steuern, so wie das etwa mal mit nicht mehr erhältlichen Ikea-Fernbedienungen möglich war. Beispielsweise ändert ein Dreh am Rad des Hue Tap Dial Switch die Lautstärke, ein Tastendruck pausiert einen Audiostream, ein anderer springt zum nächsten Track.