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Schienenschutz: Hitzeblockierendes Textil sorgt für weniger Bahnverspätungen
Im Sommer sind Bahnschienen durch Hitze gefährdet. Die Folge können Bahnverspätungen sein. Ein wärmeblockierendes Textil an den Schienen soll helfen.
Das wärmeblockierende Textil ist magnetisch seitlich an den Bahnschienen angebracht.
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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.
Das Korea Railroad Research Institute (KRRI) hat ein wärmeblockierendes Textil entwickelt, das seitlich an Bahnschienen angebracht werden kann, um die Temperatur der Schienen bei hoher Hitzeeinstrahlung durch Sonne geringer zu halten. Das geht aus einer Mitteilung des National Research Council of Science & Technology von Dienstag hervor. Um die Bahnschienen schnell mit dem Schutz ausrüsten zu können, haben die Forscher zusätzlich ein automatisches Verlegesystem dafür entwickelt.
Im Sommer können Bahnschienen durch die Hitzeeinstrahlung der Sonne schnell Temperaturen von mehr als 60 °C erreichen. Das erhöht das Risiko, dass sich Gleise verformen und entsprechende Maßnahmen wie etwa Geschwindigkeitsbeschränkungen im Schienenverkehr vorgenommen werden müssen. Das führt zu unerwünschten Verspätungen und Ärger bei den Bahnreisenden.
Die Schienentemperaturen können bei solchen Temperaturen durch den Einsatz von Wassersprühsystemen niedrig gehalten werden. Diese Systeme sind jedoch aufgrund der hohen Installations- und Wasserkosten teuer.
Das KRRI hat deshalb nach einer Möglichkeit gesucht, die Schienen vor der Wärmeinstrahlung der Sonne zu schützen, ohne dass dabei Ressourcen wie Wasser benötigt werden. Die Forscher entwickelten dazu ein dünnes, wärmeblockierendes Textil, das aus mehreren Schichten mit einer speziellen Beschichtung besteht. Die Beschichtung kann mehr als 85 Prozent der Sonneneinstrahlung reflektieren. Um die Haltbarkeit zu erhöhen, sind Glasfaserschichten eingearbeitet. Die Befestigung an dem vorhandenen Schienennetz erfolgt über eine integrierte Magnetschicht. Die Wissenschaftler geben an, dass das System kein Ausfallrisiko berge und durch den passiven Hitzeschutz keine laufenden Kosten entstehen.
Bereits in den Sommern 2024 und 2025 führte das KRRI Feldversuche auf Bahnstrecken durch. 2024 auf der Gwangju-Linie eines konventionellen Bahnnetzes, 2025 auf der Jungbu-Inland-Hochgeschwindigkeitsstrecke, die mit speziell für Hochgeschwindigkeitszüge optimierten Schienen ausgerüstet ist. Die Tests bescheinigten dem wärmeblockierenden Textil eine hohe Wirksamkeit. Die Schienentemperaturen fielen mit angebrachtem Textil um bis zu 10,9 °C niedriger aus als ohne. Für den Einsatz auf Hochgeschwindigkeitsstrecken wurde die magnetische Haftkraft erhöht, zudem wurden zusätzliche Befestigungen angebracht. Das Korea Testing & Research Institute (KTR) führte verschiedene Tests durch, die dem Material unter anderem eine Lebensdauer von mehr als zehn Jahren bei anhaltender Leistungsfähigkeit bescheinigte.
Die Verlegung des Textilbandes an den Schienen erfolgt über ein automatisches Installationssystem, das eine bereits vorhandene Isolierung auch entfernen kann. Das Verlegesystem kann von zwei Bedienern transportiert, montiert und demontiert werden. Es erreicht im Verlegemodus Geschwindigkeiten von 2 km/h.
Das KRRI beabsichtigt, das wärmeblockierende Textil zu kommerzialisieren. Dazu wurde bereits eine entsprechende Technologietransfervereinbarung mit dem Unternehmen Pitchable abgeschlossen.