// EUROGAMER.DE — GAMING
Worms Galactic Tactics angespielt: Die Chaos-Würmer werden zum Roguelike
XCOM-Mechaniken statt 2D-Gefechte: Absolutely Games verrät im Interview, wie das Strategie-Spin-off frischen Wind in die über 30 Jahre alte Kultreihe bringt.
Die Zukunft von Worms liegt zumindest vorerst in den Händen von Absolutely Games. Das Entwicklerstudio, das für das rundenbasierte Taktikspiel Classified: France ‘44 verantwortlich war, entwickelt derzeit gleich zwei Worms-Projekte. Eines davon, Worms Galactic Tactics, knüpft an die taktischen Wurzeln des Vorgängerprojekts an und macht aus dem Franchise ein 3D-Roguelike-Spiel - auf der gamescom konnte ich es erstmals anspielen.
Ein strategisches 3D-Roguelike im beliebten Worms-Universum. Entwickelt von Absolutely Games und gepublisht von Team17, steuern Spieler ein Dreier-Team aus Würmern mit klassischen Waffen durch prozedurale Level voller taktischer Herausforderungen und Kettenreaktionen. Der Release ist für 2027 auf PC, PlayStation 5, Xbox Series X/S und Nintendo Switch 2 geplant.
Fans des klassischen Worms-Erlebnisses müssen sich indes keine Sorgen machen. Das Studio und Team17 kündigten zusammen mit Worms Galactic Tactics an, dass unter dem Namen Worms ein zweites Projekt in Arbeit ist. Dieses soll das “klassische Spielprinzip, das Spieler seit mittlerweile über 30 Jahren begeistert, in ein modernes Gewand kleiden”, hieß es dazu. Konkretere Details gibt es aber noch nicht.
Also zurück zu Galactic Tactics. Absolutely Games’ CEO James Brooksby und Senior Game Designer Dan Chambers präsentieren den Titel in Köln. “Ich habe Absolutely Games im Jahr 2019 gegründet”, erzählt Brooksby. “Nach unserem ersten Titel, Classified: France '44, hatten wir eine Idee: Wir wollten unsere Erfahrung im Bereich der rundenbasierten Taktik mit der Worms-IP von Team17 kombinieren. Diesen Pitch haben wir vorgestellt und das Spiel nun schon seit zwei Jahren im Geheimen entwickelt.”
Im primären Spielmodus startet ihr einen Roguelike-Run und müsst euch nach und nach durch verschiedene Stages kämpfen. Schließt ihr einen Durchlauf erfolgreich ab, schaltet ihr knackigere Level mit neuen Feinden und Bossen frei. Ihr selbst zieht dabei immer mit drei eigenen Würmern in die Schlacht - die Gegner können später jedoch auch größere Teams haben.
”Wir haben da tatsächlich ordentlich experimentiert”, verrät Chambers. “Ursprünglich gingen wir von vier Würmern aus. Das haben wir ausprobiert und dann intensiv an der Map-Größe und vor allem am gewünschten Spieltempo geschraubt. Da es sich um ein Roguelike handelt, braucht man natürlich etwas Bedenkzeit. Gleichzeitig wollten wir aber keine zähen, endlos langen Gefechte. Schließlich sollt ihr euch stetig verstärken und Fortschritte machen.”
”Am Ende haben wir uns auf drei Würmer geeinigt. Das bietet reichlich Abwechslung. Da man jeden Wurm und seine Ausrüstung individuell steuert, wurde das Ganze mit jedem zusätzlichen Wurm immer unübersichtlicher. Drei Würmer sind für uns der perfekte Sweetspot: Ihr behaltet den Überblick über eure Waffen sowie Gadgets und die Kämpfe laufen in einem knackigen Tempo ab.”
”Bei größeren Maps und mehr Würmern fühlte es sich schnell wie ein XCOM an”, ergänzt Brooksby. “Da denkt man sich dann irgendwann: ‘Ich speichere jetzt lieber ab und gehe erst mal essen.’ Die Gefechte wurden einfach zu mächtig – wir wollten aber Häppchen für zwischendurch.”
Zu Beginn eines Durchgangs erstellt ihr euer eigenes Team, könnt die Bewaffnung der Würmer festlegen, ihnen einen individuellen Grabstein, einen Hut oder eine besondere Stimme verpassen. Das Arsenal umfasst dabei zahlreiche klassische Worms-Waffen wie die Heilige Handgranate, die Bazooka oder den Napalmangriff, die ihr taktisch clever einsetzen müsst. Im Spielverlauf trefft ihr wiederum auf mehr als 40 Arten von feindlichen Würmern, darunter fliegende und stark gepanzerte Einheiten.