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IFA: Nvidias RTX-Spark-Prozessor landet in Notebooks und Windows-Mini-PCs
Nvidias ARM-Prozessor RTX Spark kommt in zwei Modellvarianten. Erste damit bestückte Notebooks sollen ab Oktober erhältlich sein.
Zur Berliner Messe IFA bricht Nvidia das Schweigen um seinen Mobilprozessor RTX Spark. So wird es den Chip, der auf Nvidia-Folien nun den ehemaligen Codenamen N1X als offiziellen Namenszusatz trägt, in zwei Varianten geben. Eine entspricht dem Vollausbau mit 20 CPU- und 6144 Shader-Kernen, während die zweite abgespeckt ist. Dort sind es nur noch 18 CPU- und 5120 Shader-Kerne. Die beiden Varianten geisterten bereits vorher durch die Gerüchteküche. Von den gemunkelten Modellnummern 675 beziehungsweise 650 für die beiden Modelle war auf Nvidias Folien bislang aber keine Rede.
In der Praxis wird es weitere Unterschiede geben. So gelangt die kleinere Variante ausschließlich in Notebooks und dort auch nur in Konfigurationen mit 24 oder 32 GByte Arbeitsspeicher. Der Vollausbau darf außer in Notebooks auch in Windows-Mini-PCs verwendet werden, als Alternative zu den teuren Mini-Workstations DGX Spark mit Linux. In beiden Fällen sollen dem Prozessor zwischen 24 und 128 GByte Arbeitsspeicher zur Seite stehen. Gängige Zwischenstufen dürften 32, 48 und 64 GByte werden; eventuell trifft man auch 96 GByte an. Im technisch eng verwandten DGX Spark gibt es den Prozessor ausschließlich im Vollausbau und immer mit 128 GByte Arbeitsspeicher.
Während Nvidia zur Computex im Juni nur grob von einem Verkaufsstart später im Jahr sprach, wird es nun konkreter: Erste Geräte mit RTX Spark sollen im Oktober weltweit in den Handel kommen. Nvidia verwies im Detail allerdings auf die verschiedenen Hersteller: Diese könnten manche Modelle auch nur in gewissen Regionen anbieten oder zumindest dort mit den Verkäufen starten. Das wäre ein übliches Prozedere, müssen Notebooks doch wegen unterschiedlicher Tastaturen tatsächlich in physisch unterschiedlichen Varianten gefertigt werden.
Zu den Gerätepreisen halten sich alle Hersteller derzeit noch bedeckt. Angesichts der seit einem Jahr massiv gestiegenen Speicherpreise (woran Nvidia als KI-Schaufelverkäufer nicht unschuldig ist) gehen wir nicht davon aus, dass Einstiegspreise unterhalb von 2500 Euro realistisch sind. Mit mehr als minimalen 24 GByte RAM dürfte dann auch schnell eine 3 vornedran stehen. Zum Vergleich: Der Mini-PC DGX Spark mit 128 GByte RAM kostet bei Nvidia selbst satte 4800 Euro – und ist trotz des hohen Preises nicht lieferbar.
Zu dem bekannten Gerätereigen mit RTX Spark gesellen sich zur IFA einige weitere Neulinge. Lenovo hatte bereits zur Computex den 15-Zöller Yoga Pro 9n enthüllt; das neue Yoga 9n 2-in-1 wird einen 16-Zoll-Touchscreen und 360-Grad-Scharniere haben. Acer wiederum betritt erst jetzt die RTX-Spark-Bühne; sein Erstling mit Nvidia-Prozessor wird ein Mini-PC sein.
Weitere technische Details zur RTX Spark wollte Nvidia zur IFA noch nicht enthüllen. So ist weiterhin unklar, ob der Prozessor auch eine eigenständige KI-Einheit (Neural Processing Unit, NPU) mitbringen wird, wie sie bei neuen CPUs spätestens seit 2024 Usus ist. Unserem Informationsstand nach ist keine NPU an Bord; die hohe KI-Leistung käme dann von der GPU. Weil Microsoft aber die Kriterien für das Marketinglogo Copilot+ aufweicht, könnten Notebooks mit RTX Spark es dennoch bekommen.
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