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The Witcher Remake: Geralts Rückkehr liegt vorerst auf Eis
Während Geralt mit dem Remaster und der Erweiterung Songs of the Past schon bald in The Witcher 3 zurückkehrt, rückt die Neuauflage seines ersten Abenteuers in die Ferne. Das Remake von The Witcher hängt technisch von The Witcher 4 ab und wird derzeit nur von einem kleinen Team weiterverfolgt.
Seit der Ankündigung im Oktober 2022 ist es ruhig um das Remake des ersten The Witcher geworden. Das liegt offenbar nicht nur an der langen Entwicklungszeit moderner Rollenspiele: Fool’s Theory kann die eigentliche Produktion erst dann effizient vorantreiben, wenn CD Projekt Red die dafür benötigten Grundlagen im Zuge von The Witcher 4 geschaffen hat.
Michał Nowakowski, Co-CEO von CD Projekt, erklärte gegenüber The Game Business, das Remake benötige wegen bestimmter technischer Abhängigkeiten zu The Witcher 4 mehr Zeit. Auf Nachfrage von GameSpot präzisierte das Unternehmen die aktuelle Aufgabenverteilung: Der Großteil von Fool’s Theory arbeite derzeit an der für 2027 angekündigten Erweiterung The Witcher 3: Songs of the Past. Ein vergleichsweise kleiner Teil des Studios unterstütze hingegen die Entwicklung von The Witcher 4.
Die Arbeiten am Remake seien aufgrund der Abhängigkeiten im Produktionsprozess vorübergehend mit The Witcher 4 zusammengeführt worden. Die Neuauflage soll auf den Assets, Werkzeugen und Produktionsabläufen aufbauen, die CD Projekt Red für das nächste große Rollenspiel der Reihe entwickelt. Erst wenn diese Grundlagen weit genug fortgeschritten sind, lässt sich die Produktion des Remakes demnach wieder effizient ausweiten.
Vollständig eingestellt ist das Projekt damit nicht. Sowohl CD Projekt Red als auch Fool’s Theory führen The Witcher Remake weiterhin als laufende Entwicklung. Die Formulierung des Publishers deutet vielmehr darauf hin, dass die Arbeiten an gemeinsamen technischen Grundlagen derzeit The Witcher 4 zugerechnet werden und das Remake selbst nur mit kleiner Besetzung voranschreitet.
Dass beide Projekte eng miteinander verbunden sind, ist grundsätzlich nicht neu. Bereits bei der Ankündigung des Remakes hatte CD Projekt Red erklärt, dass Fool’s Theory nicht nur die Unreal Engine 5, sondern auch den für die neue Witcher-Saga entwickelten Werkzeugsatz verwenden werde. Ende 2024 wechselte The Witcher 4 in die Vollproduktion. Im dazugehörigen Geschäftsbericht für 2024 war zudem erstmals von einer vorübergehenden Zusammenführung der Entwicklungsarbeiten am neuen Rollenspiel und am Remake die Rede. Die aktuellen Aussagen bestätigen nun, dass diese Aufteilung weiterhin Bestand hat.
Ob Fool’s Theory erst die Veröffentlichung von The Witcher 4 abwarten muss, bleibt offen. CD Projekt Red nennt lediglich die benötigten technischen Grundlagen als Voraussetzung. Diese könnten theoretisch schon vor der für 2028 angepeilten Veröffentlichung von The Witcher 4 fertiggestellt werden. Einen Erscheinungstermin oder auch nur ein Zeitfenster für das Remake gibt es weiterhin nicht.
The Witcher Remake entsteht vollständig neu und soll nicht lediglich Grafik und Technik des 2007 veröffentlichten Originals modernisieren. Fool’s Theory verspricht eine zusammenhängende offene Spielwelt und überarbeitete Spielmechaniken, möchte der ursprünglichen Geschichte aber treu bleiben. Damit dürfte das Studio insbesondere das inzwischen deutlich gealterte Kampfsystem und die durch Ladebildschirme voneinander getrennten Gebiete grundlegend anfassen.
Wann Geralt in dieser Form zurückkehrt, ist somit ungewisser denn je. Ganz verzichten müssen Spieler auf den Hexer zwischenzeitlich jedoch nicht: Fool’s Theory entwickelt parallel Songs of the Past für The Witcher 3. Die erste neue Erweiterung seit Blood and Wine soll 2027 auf das bereits für September 2026 angekündigte Remaster des Hauptspiels folgen.