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Sachsen-Anhalt vor der Wahl: Das Land hinter den Zahlen
Sachsen-Anhalt steht vor Problemen, die viele Regionen Deutschlands kennen: Die Bevölkerung altert, Fachkräfte fehlen, die Wirtschaft muss sich neu erfinden. Zugleich gibt es Entwicklungen, die Hoffnung machen. Ein Blick auf Zahlen und Daten vor der Wahl.
Die bevorstehende Landtagswahl lenkt den Blick auf Sachsen-Anhalt - und auf Probleme, die auch andere Regionen Deutschlands treffen.
Eines davon ist der demografische Wandel. In keinem anderen Bundesland ist der Altersdurchschnitt so hoch wie hier. Er liegt bei 48,3 Jahren - im Bundesdurchschnitt sind es 44,9 Jahre. Und die Bevölkerung wird weiter altern: Bis 2040 könnte das Durchschnittsalter auf 49,9 Jahre steigen.
Ursache sind die niedrige Geburtenrate und Abwanderung. Seit der Wiedervereinigung ist die Bevölkerung um rund ein Viertel geschrumpft. Viele junge Menschen, vor allem gut ausgebildete Frauen, ziehen weg. Bis 2031 könnte die Einwohnerzahl nach Schätzung des Statistischen Bundesamts unter die Zwei-Millionen-Marke fallen, obwohl in den vergangenen Jahren wieder mehr Menschen zu- als weggezogen sind.
Schon jetzt hat der Bevölkerungsrückgang Konsequenzen für Arbeitsmarkt, Infrastruktur und den Alltag der Menschen.
FAQ
06.08.2026
Umfragen deuten auf ein starkes Abschneiden der AfD hin - und eine schwierige Regierungsbildung.
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2,12 Millionen Menschen leben in Sachsen-Anhalt. Ein Viertel der Bevölkerung konzentriert sich auf Magdeburg, Halle (Saale) und Dessau-Roßlau. Gleichzeitig ist das Land dünn besiedelt: Im Durchschnitt leben 104 Menschen auf einem Quadratkilometer, im Bundesdurchschnitt sind es rund 234. Nur Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg sind weniger dicht besiedelt.
Die Folge: In kleineren Orten wird es schwieriger, Supermärkte, Arztpraxen und kulturelle Angebote zu halten. Gleichzeitig fehlt Personal. Der Fachkräftemangel ist - wie in ganz Deutschland - ein großes Thema.
Kein Bundesland altert so schnell wie Sachsen-Anhalt: Junge, gebildete Frauen wandern ab, die Geburten gehen stetig zurück. Übrig bleiben Alte und einsame Männer. Was die Parteien dagegen machen wollen.
mdr