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Tomb Raider: Legacy of Atlantis: Old-School-Lara schlägt Räder durch Damokles' Schwerter
Tomb Raider: Legacy of Atlantis wird das Remake des ersten Teils der Serie. Auf der Gamescom zeigte Crystal Dynamics hinter verschlossenen Türen eine halbe Stunde Gameplay und erklärte, wie das 30 Jahre alte Abenteuer für die Gegenwart aufbereitet wird. Am Ende stellt sich erneut die Frage, wie weit ein Remake gehen sollte.
Hinter verschlossenen Türen und unter NDA haben die Entwickler auf der Gamescom Legacy of Atlantis vorgespielt, über die schwierigen Entscheidungen bei der Konzeption eines Remakes gesprochen und Fragen beantwortet. Zwischenzeitlich hat Crystal Dynamics selbst ein rund 20-minütiges Gameplay-Video veröffentlicht, in dem Lara Croft antike Tempelanlagen in Peru erforscht und gegen Dinosaurier kämpft. Auf der Gamescom wurde allerdings ein ganz anderer Abschnitt des Spiels gezeigt, den Spieler des Originals mit Sicherheit wiedererkennen werden: Lara verschlägt es unter Tage in die griechischen Ruinen der Damokles-Prüfung – ganz wie im Original.
Generell betont Crystal Dynamics, dass bekannte Schauplätze möglichst erhalten bleiben und wiederkehrenden Spielern das Gefühl geben sollen, hier schon einmal gewesen zu sein. Das Ziel sei es aber dennoch nicht, die Level unverändert in neuer Engine nachzubauen. Stattdessen hätten die Entwickler versucht, das Gefühl und die Anmutung der ursprünglichen Level aufzugreifen und nach modernen Standards zu interpertieren. Selbst, wer das Original kennt, soll sich demnach über zusätzliche Bereiche freuen und Überraschungen vorfinden können.
In der Live-Präsentation erkundet Lara zunächst die antike Anlage, sucht nach dem Weg tiefer in die Ruinen und stößt dabei immer wieder auf verschlossene Türen und mechanische Hindernisse. Wie schon im Klassiker aus 1996 bilden Erkundung, Rätsel, Klettern und Kämpfe den grundlegenden Gameplay-Loop, bevor es in den nächsten Bereich weitergeht.
Spielerisch nähert sich Legacy of Atlantis allerdings deutlich stärker den späteren Teilen der Reihe an, insbesondere der modernen Tomb-Raider-Trilogie, also namentlich Tomb Raider (2013), Rise of the Tomb Raider und Shadow of the Tomb Raider. So sammelt Lara beispielsweise immer wieder Ressourcen und Zutaten, die anschließend für das Crafting verwendet werden können. Auch Waffen lassen sich verbessern; außerdem verfügt Lara über einen umfangreichen Skilltree, über den sich ihre Fähigkeiten und die Möglichkeiten im Kampf und bei der Erkundung erweitern lassen.
Und zum Thema Heilung: Statt eines klassischen Medipacks muss Lara im Remake zunächst die passenden Zutaten finden, daraus im Crafting-Menü dann ein Heilmittel herstellen und es anschließend aktiv verwenden. Unter anderem, weil das schlichtweg glaubwürdiger sei als modernste Medizin in antiken Ruinen, aber eben auch des Gameplays willen. Zwar mag die Mechanik im Jahr 2026 schon fast wieder sperrig erscheinen, erinnert jedoch deutlich stärker an ein modernes Action-RPG als das ursprüngliche Tomb Raider von 1996.
Über das Nahrungssystem lassen sich zudem Gerichte herstellen, die zeitweise konkrete Vorteile verleihen. In der Demo konnte Lara beispielsweise eine Suppe kochen, die vorübergehend den erlittenen Schaden reduziert.
Trotz dieser zusätzlichen Systeme bleibt die Fortbewegung durch die Umgebung zentraler Bestandteil. Lara hangelt sich an Vorsprüngen entlang, springt zwischen Plattformen und überwindet größere Distanzen mit dem Greifhaken. Kletterpassagen werden regelmäßig mit kleinen Umgebungsrätseln verbunden: Mal muss zunächst ein Mechanismus gefunden werden, mal muss die Umgebung gezielt untersucht werden, um den weiteren Weg zu erkennen. Die Level folgen weiterhin einem klar vorgegebenen Parcours und nicht der teils offenen Struktur der letzten Tomb-Raider-Spiele.
Eine optionale Hilfestellung soll dabei verhindern, dass Spieler an einzelnen Rätseln dauerhaft hängen bleiben. Lara verfügt über einen Scanner, der relevante Bestandteile der Umgebung hervorheben kann. Bei einer verschlossenen Tür lässt sich damit etwa erkennen, welcher S