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beyerdynamic MMX 100 Wireless im Test: Was taugt das Gaming-Headset für Einsteiger?
von André Westphal
5. Sep. 2026 |
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beyerdynamic hat in dieser Woche zwei neue Gaming-Headsets vorgestellt: die MMX 100|130 Wireless. Das zuerst genannte Modell im Closed-Back-Design konnte ich mir bereits im Test anhören. Es handelt sich um ein verhältnismäßig günstiges Modell, das als Kompromiss auf verbreitete Zusatzfunktionen wie aktive Geräuschunterdrückung (ANC), RGB-Beleuchtung oder ein Dock verzichtet. Der Fokus soll auf dem reinen Klang liegen. Kann das beyerdynamic MMX 100 in diesem Punkt überzeugen?
Nicht gespart hat beyerdynamic hingegen an den Verbindungsmöglichkeiten. Betreiben könnt ihr das beyerdynamic MMX 100 wahlweise kabelgebunden per USB oder kabellos via Bluetooth 6.0 bzw. 2,4 GHz. Letzteres benötigt den beiliegenden USB-Dongle und empfiehlt sich definitiv an PCs, um eine niedrige Latenz bei hohem Komfort zu erreichen. Kompatibel ist dieses Modell zu Windows-PCs, mobilen Endgeräten mit Apple iOS bzw. Android, der Nintendo Switch, Xbox Series X|S und der PlayStation 5.
Das beyerdynamic MMX 100 Wireless nutzt 40-mm-Treiber mit Titanbeschichtung. Für einen hohen Tragekomfort sollen Velours-Ohrpolster sorgen. Der Verkaufspreis beträgt 99 Euro, was in den aktuellen Zeiten, in denen Flaggschiffe jenseits der 600 Euro unterwegs sind, recht verträglich anmutet.
Die Verarbeitung des beyerdynamic MMX 100 Wireless birgt Licht und Schatten. So ist mir negativ aufgefallen, dass nach dem Auspacken von dem Headset ein leicht chemischer Geruch ausgeht, der von den Ohrpolstern stammt. Da habe ich erstmal einen Tag entlüftet. Die Velours-Ohrpolster isolieren passiv extrem gut und fühlen sich angenehm fluffig an. Allerdings sind sie sehr lütt geraten, sodass sich das MMX 100 Wireless fast schon an der Grenze zu einem On-Ear-Modell bewegt.
In dieser Preisklasse absolut keine Selbstverständlichkeit und extrem positiv: Für die verstellbaren Streben des Kopfbügels nutzt beyerdynamic Metall. Selbst teurere Modelle, da denke ich an das Glorious GHS Wireless Infinite Play, kommen da oft als Plastikbomber daher. Auch das flexible, aber nicht zu nachgiebige Polster des Kopfbandes gefällt mir sehr gut.
Optisch fällt das beyerdynamic MMX 100 Wireless aus dem Rahmen. Man könnte das Gaming-Headset bei abgenommenem Mikrofon jederzeit mit einem "normalen" Over-Ear-Kopfhörer verwechseln. Das meine ich persönlich eher als Kompliment, denn ich bevorzuge solche dezenten Designs gegenüber knalliger Gaming-Optik. Ist aber natürlich Geschmackssache.
Am rechten Ohrhörer sitzen dabei die Lautstärke und Play- bzw. Pausetasten. Links findet ihr den Powerbutton und die Taste, um das Mikrofon stummzuschalten. Letzteres wird ebenfalls in der linken Seite eingesteckt. Zum Lieferumfang gehören auch noch der USB-Dongle inklusive USB-A-Adapter, ein USB-C-auf-USB-C-Lade- und Anschlusskabel plus ein Kabel von USB-C auf 3,5-mm-Audio. Insgesamt macht die Ausstattung hier einen runden Eindruck.
Ich bin beim Tragekomfort des beyerdynamic MMX 100 Wireless gespalten. Einerseits sind die Ohrpolster sehr fluffig, andererseits saugen sie wegen des Velours-Materials stärker Schweiß auf als Konkurrenzmodelle mit Kunstleder-Pads. Alles hat Vor- und Nachteile, denn die passive Abschirmung ist wirklich gut. Wie angesprochen sind die Ohrmuscheln jedoch sehr kompakt dimensioniert. Meine Ohren passen "gerade so" hinein und sind jetzt nicht auffällig groß.
Grundsätzlich trägt sich das beyerdynamic MMX 100 Wireless dann aber durchaus angenehm. Das beiliegende Mikrofon gefällt mir zudem im Design besser als bei vielen Konkurrenzmodellen, denn es kann sehr flexibel zurechtgebogen werden. Das Gewicht des Gaming-Headsets von 275 g geht voll in Ordnung und hat mich im laufenden Betrieb nie gestört.