// COMPUTERBASE — LINUX & OPEN SOURCE
KDE Plasma 6.8: Automatisches Scrollen und Klicken kommt im Oktober
Der Release von KDE Plasma 6.8 Mitte Oktober nähert sich mit großen Schritten. Jetzt gibt es weitere Details zu automatischem Klicken („Dwell Clicker“) und einem Windows-ähnlichen „Autoscroll“-Feature, die in die kommende Version der Linux-Desktopumgebung einfließen werden.
Trotz der nahenden Veröffentlichung von KDE Plasma 6.8, das am 14. Oktober offiziell erscheinen soll, arbeitet das Entwicklerteam weiterhin an neuen Funktionen und Fehlerbehebungen für die Plasma-Desktopumgebung. Im Rahmen eines Beitrags im KDE-Blog mit dem Titel „So Many Ways to Click and Scroll“ („So viele Wege für das Klicken und Scrollen“) berichten Nate Graham und John Veness von interessanten neuen Funktionen, die kürzlich in Plasma 6.8 eingebaut wurden.
Demnach wird die kommende Version der Linux-Desktopumgebung einen „Dwell Clicker“ als neues Zugänglichkeits-Feature enthalten. Hierbei löst Plasma automatisch einen Mausklick aus, wenn der Mauszeiger für eine einstellbare Zeit an einer Position verweilt. Zwar gab es schon vorher eine Autoklick-Funktion mittels KMouseTool, doch dieses Programm läuft nur unter X11 und KDE Plasma 6.8 wird keine X11-Session mehr enthalten. Der Dwell Clicker funktioniert hingegen auch unter Wayland, wie KDE-Entwickler Sebastian Sauer in seinem Blog schreibt.
Zudem wird es beim Plasma-6.8-Desktop möglich sein, auf Wunsch eine „Autoscroll“-Funktion der mittleren Maustaste zu aktivieren, die dem Verhalten unter Microsoft Windows ähnelt. Aktuell ist das Halten der mittleren Maustaste notwendig, um anschließend durch Bewegen der Maus durch Texte, Webseiten und Co. zu scrollen. Doch KDE Plasma 6.8 erhält eine optionale „Toggle“-Funktion der mittleren Maustaste, sodass ein einfacher Klick dieser Taste zum An- und Abschalten des Autoscroll-Modus ausreicht.
Außerdem haben die KDE-Entwickler einen Bikram-Sambat-Kalender in Plasma 6.8 eingebaut, der in Teilen von Indien und Nepal Verwendung findet. Und es gibt einen neu hinzugefügten Betriebsmodus für den Remote Desktop, der physische Monitore eines Rechners während einer Remote-Session sperrt. Stattdessen wird ein gesonderter virtueller Bildschirm für den Remote-Nutzer erzeugt. Dadurch erhält der Remote-Anwender einen Desktop mit der Auflösung des sich verbindenden Computers statt der (zu hohen oder zu niedrigen) Bildschirmauflösung des Host-Gerätes.
Weitere Änderungen, die kürzlich vom KDE-Team in Plasma 6.8 eingebaut wurden und im finalen Release der Desktopumgebung debütieren werden, umfassen zudem:
Darüber hinaus sind auch weitere Fehlerbehebungen und Performance-Optimierungen in KDE Plasma 6.8 eingeflossen. So konnte der Videospeicherbedarf des Breeze-Themas reduziert werden und Bildschirmaufnahmen mit Spectacle (oder anderen Screen-Recording-Apps) werden zudem mit höherer Auflösung als zuvor aufgenommen. Ferner funktionieren die Eingabefelder in der Power-Management-Seite der Systemeinstellungen korrekt und der Fenstermanager KWin stürzt nicht mehr ab, wenn fehlerhafte Shortcuts über das D-Bus-Protokoll gesendet werden.