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Wie gut ist Onimusha: Way of the Sword?: Die nächste Nische hat ein scharfes Schwert
Nach gut 20 Jahren Pause wird Onimusha fortgesetzt und verspricht heftige Kämpfe gegen asiatische Dämonen. Klingt Nische? Wahrscheinlich. Aber konsequent und gut gemacht, sagen Tester – und werten dementsprechend positiv.
Ein Mann, ein Schwert und eine Invasion fieser Dämonen, das ist der Kern von Onimusha: Way of the Sword. Im Grunde steckt der Mittelpunkt des Gameplays bereits im Namen: Es geht um Schwertkämpfe, und zwar in sehr knackiger Ausführung. Die sind laut Testberichten das Highlight des Spiels. Sobald Mechaniken und Kombos verinnerlicht wurden, ist das System eine Art Sirenenruf. „Phänomenal“ nennt DualShockers die Mechaniken, Kampf fühle sich viel flüssiger an als in den meisten anderen Spielen.
Motivation zum Beenden der 20 bis 30 Stunden langen Geschichte liefern die Bosskämpfe. Es seien einige der besten Begegnungen, die Capcom je gebaut hat; sie werden als „ein Tanz“ und „fast wie eine Partie Schach“ beschrieben (DualShockers). Perfekt ist Onimusha jedoch nicht. Spätestens in der zweiten Hälfte des Spiels werde zu viel Zeit gestreckt, wiederholen sich Gegner und Aufgaben unnötig.
Das sieht nicht nur der Game Informer so, der sich explizit weniger Zusätze und offene Gebiete wünscht. Das Spiel zwischen Bossen wird mehr als akzeptabel, aber nicht wirklich gut befunden. Deutlicher wird PC Gamer: Es sei unklar, warum jemand bei Capcom gedacht habe, das Spiel brauche eine langweilige Hub-Welt, Crafting-Grind und Bosse, die Zugabe um Zugabe um Zugabe geben – also ständig wieder auftauchen – oder Zusatzaufgaben, die nie über „nicht direkt langweilig“ hinausgehen.
Bei PC Games und Screen Rant wünscht man sich hingegen nur Detailverbesserungen, hat mit dem System fundamental aber weniger ein Problem. In der Regel trägt dann das Kampfsystem auch durch sich wiederholende Begegnungen. Es bleibt aber der Eindruck eines Spiels, bei dem weniger am Ende mehr gewesen wäre.
Dieses Gesamtsystem fügt sich nahtlos in die Story ein. Onimusha setze Fehlerfreiheit voraus und simuliere an vielen Stellen damit das Leben und die Weisheiten der Hauptfigur Miyamoto Musashi, bemerkt Eurogamer zufrieden, Erzählung und Mechanik würden beim Storytelling Hand in Hand gehen. Eine weitere Stärke ist im Allgemeinen die Hauptfigur, eine digitalisierte Version des verstorbenen Schauspielers Toshiro Mifune.
Es ist bezeichnend, dass die besten Spiele 2026, die im Gedächtnis geblieben sind, eher Nischen bedient haben. Auch Onimusha ist eher für eine solche als für die Masse konzipiert, aber exzellent in dem, was es tut: tolle Schwertkämpfe und Begegnungen auf den Bildschirm bringen. Trotz seiner Schwächen ist Way of the Sword damit „richtig geil“ (PC Gamer), auch wenn man mit dem Pacing leben muss. Der Rest tröstet, darin sind sich Tester einig, darüber hinweg. 85 Prozent positive Wertungen auf Steam unterstreichen das.