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IFA: Roboter für schwere Lasten, kleine Kinder und große Sorgen
Humanoide Roboter führen auf der IFA witzige Boxkämpfe auf, spielen Fußball und wollen digitale Begleiter sein, an der Intelligenz hapert es aber noch.
Wann ist ein Roboter smart und wann nur eine dumme Maschine? Das ist bei den auf der IFA allgegenwärtigen Robotervarianten nicht immer auszumachen. So sind die humanoiden Roboter auf jeden Fall cool, aber nicht wirklich intelligent. Sie spulen in den meisten Fällen vorprogrammierte Routinen ab, etwa wenn sie tanzen, Kisten heben, durch die Gänge spaziert werden oder in den Boxring steigen.
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Beim sehenswerten Boxkampf am Stand des chinesischen Robotikunternehmen Unitree Robotics wurde sehr deutlich, wie wenig die Humanoiden ihre Aufgabe durchschauen. Es hat eine gewissen Komik, wenn zwei boxende Roboter sehenden Auges aneinander vorbeilaufen auf der Suche nach dem Gegner. Häufig standen sich die beiden im Ring direkt gegenüber, um dann mit einer eleganten Bewegung genau in die Richtung zu schlagen oder zu treten, in der der Roboter andere gerade nicht stand.
Spätesten an solchen Stellen wurde deutlich, dass die Roboter zwar eine beachtliche Körperbeherrschung haben, aber vor allem mit sich selbst beschäftigt sind. Die Abläufe sind mehr oder weniger einstudiert, unterbrochen von kurzen Orientierungssequenzen. Die humanoiden Robotern gern unterstellte Intelligenz blitzte da nicht durch.
Natürlich wecken die Roboter in Menschengestalt oder mit großen Kinderaugen eine emotionale Verbundenheit, zumal wenn sie auf Ansprache reagieren und in diversen Sprachen kommunizieren. Oder das zumindest können sollen. Bei unseren diversen Versuchen mit großen und kleinen Robotern auf der IFA ist genau das gescheitert, was teilweise auch den Messebedingungen geschuldet war.
Das Startup Zeroth hat einen robusten humanoiden Roboter entwickelt, mit dem man lernen kann, die Bewegungsmuster zu programmieren. Es geht um grundlegende Dinge, etwa wie und welche Servomotoren müssen angesteuert werden, damit der Humanoide eine gleichmäßige Bewegung ausführt.
Kleine Humanoide und sehr kleine digitale Begleiter, neudeutsch Companion, finden sich unzählige in den Messehallen. Sie sollen eine Art Kindersitter sein und Erziehungsaufgaben übernehmen, etwa Geschichten vorlesen oder Gemüter beruhigen. So sollen Kinder dem etwa 70 Zentimeter kleinen Humanoiden von Zeroth ein Buch hinhalten, dass dieser daraufhin erkennt und vorliest.
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