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Marktbericht: DAX muss sich auf hohem Niveau behaupten
Der DAX muss sich in der neuen Woche behaupten. Dabei blicken Anleger auf die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank. Außerdem dürfte Investoren die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt beschäftigen.
Nach dem Sprung zurück über die 26.000-Punkte-Marke muss sich der deutsche Leitindex in der neuen Woche behaupten. Der Broker IG taxiert den deutschen Leitindex zur Stunde mit 0,1 Prozent leicht im Minus - aber über 26.000 Punkten.
Dabei dürfte in dieser Woche erneut der Energiemarkt eine entscheidende Rolle spielen: Die Stimmung der Anleger hing zuletzt vor allem an der Entwicklung der Ölpreise. Sie waren auch am Morgen wieder gestiegen, die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich um 0,7 Prozent auf 96,93 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 0,7 Prozent fester bei 92,14 Dollar.
Ein Grund ist die Ankündigung Teherans, in den kommenden Tagen eine Sperrzone außerhalb der Straße von Hormus einzurichten. Bereits zuvor war der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus auf den niedrigsten Stand seit Mai eingebrochen. In den vergangenen zehn Tagen passierten im Durchschnitt nur noch zehn Frachtschiffe pro Tag die Meerenge, wie aus Daten des Analyseunternehmens Kpler hervorgeht.
Keine Entlastung bringt da auch die Bekanntgabe des Ölförderverbands Opec+, dass die Staaten ihre Produktionsziele im Oktober nicht weiter anheben wollen. Seit dem vorigen Herbst hatten die Mitgliedsländer ihre Förderziele in monatlichen Schritten angehoben, um eine Kürzung aus dem Jahr 2023 rückgängig zu machen. Doch die Produktion blieb wegen des Iran-Kriegs und der Blockade der Öltransportroute durch die Straße von Hormus hinter den vereinbarten Mengen zurück, wie Daten der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) in Wien zeigen.
Analyse
02.09.2026
Steigende Renditen verteuern Kredite – und könnten der EZB bei der Inflationsbekämpfung helfen.
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Die inflationären Impulse in Folge der hohen Ölpreise schüren am Markt die Erwartung, dass die Zentralbanken die Zinsen weiter anheben könnten. Highlight der Woche dürfte die Zinssitzung der Europäischen Zentralbank am Donnerstag sein. "Eine Zinserhöhung der EZB um 0,25 Prozentpunkte auf 2,5 Prozent ist inzwischen weitgehend Konsens", stellte Edgar Walk, Chefvolkswirt von Metzler Asset Management, fest. Spannender sei die Frage, was danach kommt.
Noch interessanter ist für die Anleger die nächste Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed in der kommenden Woche. Ein erster Indikator dafür dürften die am Freitag anstehenden US-Inflationsdaten sein. Sie werden zum entscheidenden Wegweiser für die weitere Zinsentwicklung in den USA, unterstrich Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Broker Robomarkets.
Liveblog
07.09.2026