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ArmadaOS mit Update: Alternatives OS für Arm-Handhelds wird massiv ausgebaut
Mit Version 20260907 hat Armada ein umfangreiches Beta-Update für sein alternatives Betriebssystem für leistungsstarke Arm-Handhelds veröffentlicht. Im Mittelpunkt steht eine experimentelle Dual-Screen-Umgebung sowie eine Reduzierung des Stromverbrauches. Abseits davon hält die neue Version viele weitere Verbesserungen bereit.
Armada versteht sich als alternatives Betriebssystem für leistungsstarke Arm-Handhelds und verfolgt das Ziel, das von SteamOS bekannte Bedienkonzept möglichst vollständig auf Arm-Geräte zu übertragen. Das Projekt unterstützt inzwischen zahlreiche Prozessoren und Gerätemodelle und bringt eine Vielzahl an Emulatoren für verschiedene Plattformen direkt mit. Eine Übersicht bietet hierfür die Website des Projektes.
Eine der wesentlichen Neuerungen ist die experimentelle Unterstützung von Handhelds mit zwei Bildschirmen. Auf Ayn Thor und Ayaneo Pocket DS kann Plasma Mobile über Armada Control auf dem unteren Display gestartet werden, auf dem zugleich dauerhaft eine Helligkeitssteuerung verfügbar bleibt. Über den Armada Store stehen darüber hinaus vorkonfigurierte DRM-Leasing-Builds der Emulatoren melonDS und Azahar bereit, die den zweiten Bildschirm verwenden können. Die Funktion befindet sich derzeit noch in einem sehr frühen Entwicklungsstadium, verdeutlicht jedoch, dass Armada die zusätzlichen Möglichkeiten von Dual-Screen-Geräten künftig stärker ausschöpfen will.
Auch darüber hinaus widmet sich das Update an mehreren Stellen der Bildschirmausgabe. So funktionieren externe Monitore fortan ebenfalls im Game Mode, gleichzeitig wurden Fehler behoben, durch die SDR-Inhalte auf HDR-fähigen Displays zu dunkel dargestellt und HDR-Spitzenlichter abgeschnitten wurden. Der Ayn Thor erhält mit der Aktualisierung außerdem HDR-Unterstützung, parallel dazu wurde die OLED-Helligkeitsskalierung für Ayn Odin 3, Thor und Odin 2 Portal, Ayaneo Pocket Evo sowie Retroid Pocket Nova verbessert.
Der neue Schlafmodus zur Reduzierung des Energieverbrauchs ist künftig auf allen unterstützten Geräten standardmäßig aktiviert. Insbesondere bei Modellen auf Basis des Snapdragon 8 Gen 2 von Qualcomm haben die Entwickler die Stabilität verbessert und den Energiebedarf im Ruhezustand gesenkt. Dazu tragen unter anderem das vollständige Abschalten einzelner CPU-Cluster, USB-Autosuspend sowie Korrekturen für Controller und UART bei. Zugleich wurde unbeabsichtigtes Aufwecken stärker unterbunden: Die Lautstärketasten holen ein Gerät nicht mehr aus dem Schlafmodus, bei geschlossenem Klappgehäuse bleibt die Einschalttaste ohne Funktion und das Aufwecken beim Öffnen des Deckels wurde entprellt.
Neu hinzugekommen ist außerdem ein für die Bedienung per Touchscreen und Controller ausgelegter Editor für Lüfterkurven, der gleichzeitig die Temperatur anzeigt. Darüber können eigene Kühlprofile einschließlich eines vollständigen Lüfterstopps sowie Hochlaufzeiten, Glättung und Mindestgeschwindigkeit konfiguriert werden. Darüber hinaus wurden die Standardwerte für Spieleleistung und Proton angepasst. Vulkan erhält fortan standardmäßig Echtzeitpriorität, während Gamescope mit einer höheren Priorisierung ausgeführt wird. Geräte, die nicht auf dem Snapdragon 8 Gen 2 basieren, setzen künftig standardmäßig auf Proton Experimental.
Über Armada Control lässt sich fortan zudem die RGB-Beleuchtung hinsichtlich Beleuchtung, Helligkeit und Farbe konfigurieren, die gewählten Einstellungen werden dabei bei jedem Systemstart automatisch wiederhergestellt. Unterstützt werden derzeit Ayn Thor, Odin 2 Portal und Odin 3 sowie Retroid Pocket 5, Pocket Flip 2, Pocket Nova und Pocket 6 und der Konkr Pocket Fit Elite.
Einen weiteren Schwerpunkt der Aktualisierung bilden Fehlerkorrekturen, die insbesondere Spiele und Anwendungen betreffen. Native AppImages wurden bislang teilweise fälschlicherweise über FEX gestartet, was mit der neuen Version nicht mehr vorkommen soll. Gleichzeitig soll sich die Leistung des PlayStation-3-Emulators RPCS3 verbessert haben. Ebenfalls korrig