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CPU-Preise steigen: Intels und auch AMDs Prozessoren dürften teurer werden
Bei Intel wird über eine Preissteigerung im Oktober spekuliert, AMD erklärt im Rahmen einer Veranstaltung gestiegene Preise bei Wafern umzulegen, was letztendlich ebenfalls teurere CPUs für Kunden bedeutet. Wie üblich gilt das aber nicht sofort und überall. Ausgewählte Modelle sind derzeit sogar vergleichsweise günstig.
AMD erklärt im Rahmen der Citi’s 2026 Global TMT Conference, die weiter gestiegenen Waferpreise an die Kunden weiterzugeben. AMD tue dies nicht um eine höhere Marge zu erzielen, sondern operiere im Endeffekt schon immer so; nur werden die Auswirkungen aktuell besonders und vor allem durch Preissteigerungen sichtbar. Beim Thema TCO und langer Zusammenarbeit mit vielen Partnern wolle AMD weiter ganz vorn mitspielen – letztendlich hofft der Konzern wie die Konkurrenz darauf, dass Kunden Verständnis haben.
For instance, if there's a wafer price increase, we absolutely want to make sure we share that with the customers. If wafer price increase, you should expect us to increase the CPU price, too. But in general, that is how we operating. We really want to make sure we provide customers the best TCO and have long-term strategic relationship with them. Our gross margin really is important to us, but we're not going to increase the price just to expand the gross margin.
Höhere Preise dürften in erster Linie für neue Prozessoren in moderner Fertigung gelten, bei denen die Preise beim Auftragsfertiger TSMC zuletzt stetig angezogen haben. Noch teurer sind natürlich die aller neuesten Chips, die in Kürze auf den Markt kommen. In N2- und N3-Prozessen gefertigt, sind sie bereits ab Werk noch einmal deutlich teurer, kommende Ryzen-Modelle im Jahr 2027 dürften so ebenfalls alles andere als günstige Lösungen werden.
Ältere Prozessoren könnten indes interessant bleiben, wohl auch ein Grund, warum AMD zuletzt immer wieder Prozessoren älteren Kalibers noch einmal „neu“ auf den Markt gebracht hat. Allen voran bleibt der AMD Ryzen 7 7800X3D als Tray-Version ab 274 Euro die Preis-Leistungs-Empfehlung für den Gaming-Desktop.
Die taiwanische Branchenzeitung DigiTimes hatte gestern gemeldet, dass auch Intel im Oktober die Preise um zehn Prozent anziehen wird. Parallel dazu könnten kleinere CPU-Modelle mit zu geringer Marge früher auslaufen, berichtet das Blatt.
Intel hatte zuletzt zwar die Fertigung von Serverprodukten hochgefahren, kann die Nachfrage in vielen Bereichen aber weiter nicht decken. Das Unternehmen sieht hier nun wohl die Chance die Marge zu steigern. Da parallel dazu Analysten weiteres Potenzial für Intel sehen, sprang die Aktie direkt um neun Prozent nach oben.
Auch bei Intel gibt es vor allem im Endkundenmarkt aber weiterhin die Chance, relativ günstig an CPUs zu gelangen. Die Bestseller Intel Core Ultra 7 270K Plus ab 278 Euro und Intel Core Ultra 5 250K Plus ab 194 Euro lagen über die letzten Tagen auf ihrem tiefsten Stand bisher.