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Kojima geht weg von Sony und nimmt PHYSINT mit zu Xbox
Sony beendet die Zusammenarbeit für das neue Action-Spionage-Spiel. Stattdessen übernimmt nun Microsoft die Zukunft des Kojima-Titels.
Gute, nein, spektakuläre Exklusivtitel sind das Wichtigste überhaupt für eine Plattform, fragt einfach Nintendo. Sony bricht nun einer davon weg, denn Hideo Kojima, sein Studio Kojima Productions und damit auch das aktuelle Projekt PHYSINT gehen nun getrennte Wege. Statt auf der PS5 für Erstaunen zu sorgen – seien wir ehrlich, egal, was man sonst von Kojimas Spielen dachte, erstaunt waren wir immer – scheint dieser Weg nun auf die Xbox zu führen.
Sony postete heute früh um 4:30 Folgendes: „Ein Update von PlayStation Studios: Nach reiflicher Überlegung haben wir die schwere Entscheidung getroffen, uns aus der Zusammenarbeit mit KOJIMA PRODUCTIONS an deren Projekt PHYSINT zurückzuziehen. Wir hegen weiterhin große Bewunderung für Hideo Kojimas Vision für das Spiel. Unsere Beziehung ist nach drei Jahrzehnten branchenführender, genreprägender kreativer Zusammenarbeit nach wie vor stark, und wir freuen uns auf eine weiterhin enge Kooperation mit Hideo Kojima und seinem preisgekrönten unabhängigen Studio in der Zukunft.“
Mit der "Metal Gear"-Reihe prägte Hideo Kojima ab den späten 80er-Jahren das Stealth-Action-Genre maßgeblich. PHYSINT gilt als seine lang erwartete, spirituelle Rückkehr zu diesem Setting, weshalb der Titel unter ganz besonderer Beobachtung steht.
Das ist zumindest ein schnelles Ende, zumindest auf den ersten frühen Blick heute. Mal gucken, welche Wäsche noch im Nachgang gewaschen wird. Jahrzehnte bei Konami endeten für Kojima vor einem Jahrzehnt mit einer Menge Krach und er gilt durchaus als ebenso brillante wie aber auch schwierige Persönlichkeit, wenn es um seine Visionen für Spiele geht. Wobei man dazu sagen muss: Es gibt auch legendäre Geschichten, wie das damals das schlechte Metal Gear 2: Snake's Revenge auf dem NES, an dem er nicht nur nicht beteiligt war, er wurde nicht mal gefragt und davon, dass es entwickelt wurde, erfuhr er auch nur zufällig. Insoweit ist es nicht erstaunlich, dass er scheinbar einen ausgeprägten Schutzinstinkt mitbringt, wenn es darum geht, exakt das Spiel zu verteidigen, das er machen möchte.
An diesem Punkt darf spekuliert werden, was dieses Mal der Grund für die Trennung von einem japanischen Spielegiganten ist, denn im Gegensatz zu Konami, die damals gefühlt von Games auf Pachinko umstiegen, ist Sony durchaus wohl an Games interessiert. Könnte es sein, dass er einfach sein Spiel später auf Disk sehen wollte und Sony sagte „Nö!“? Vielleicht, Kojima wäre sicher jemand mit dem Standing, das tun zu können und sofort einen neuen Abnehmer zu finden. Xbox zum Beispiel.
Xbox-CEO Asha Sharma kommentierte auf Xbox.com: „Kreative haben die Wahl, wo und wie sie ihre Ideen zum Leben erwecken. Wir fühlen uns geehrt, dass Kojima-san XBOX für die Zusammenarbeit mit KOJIMA PRODUCTIONS an PHYSINT ausgewählt hat. Sein Bestreben, Konventionen herauszufordern, spiegelt die Art von Kreativität wider, die wir bei XBOX unterstützen wollen. Dies erweitert unsere Beziehung zu XBOX über OD hinaus. Während wir die Entwicklung von PHYSINT vorantreiben, bleibt es unser erklärtes Ziel, das Action-Spionage-Genre für Spieler auf der ganzen Welt neu zu definieren.“
OD ist ein weiteres kommendes Kojima-Spiel, das in die Horror-Richtung gehen soll, bei dem er mit Regisseur Jordan Peele und einer Reihe namhafter Schauspieler arbeitet. Wie es den Anschein hat, sollten die harten Kojima-Fans in nicht zu ferner, aber auch nicht akut naher Zukunft – für beide Games gibt es noch keine Releasetermine – mit einer weiteren Konsole im Haus planen, wenn keine Xbox herumsteht.