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Snapdragon 8 Elite Gen 6: NPU und GPU erhalten neue KI-Beschleuniger
Neben einer bis zu 5 GHz schnellen CPU mit neuem „FlexCache“ plant Qualcomm für den vermutlich Snapdragon 8 Elite Gen 6 (Pro) betitelten nächsten Flaggschiff-Prozessor auch dedizierten und mehr Speicher für NPU und GPU. Für beide Compute-Blöcke sind zudem neue KI-Beschleuniger vorgesehen, auch für Upscaling und Frame Generation.
Qualcomm begleitet die Wochen vor dem Snapdragon Summit 2026 mit kleineren Teilankündigungen neuer Features der Plattform, die das Unternehmen selbst nur als „next-gen premium mobile platform“ bezeichnet. Gemeint sein dürfte der Snapdragon 8 Elite Gen 6 respektive Pro, da Qualcomm für dieses Jahr eine Doppelspitze plant.
Für die Neural Processing Unit (NPU) des bevorstehenden Chips erklärt Qualcomm heute, dass ausschließlich schnelleres Inferencing nicht länger ausreiche, um den Anforderungen moderner generativer und agentischer KI gerecht zu werden.
Mit einem neuen „Element Accelerator“ will das Unternehmen diejenigen Workloads beschleunigen, die heutzutage und künftig bei großen Sprachmodellen anfallen, um so KI-Agenten das schnellere Antworten und effizientere Reasoning zu ermöglichen.
Bei dem Element-Beschleuniger handelt es sich um eine spezialisierte Recheneinheit für sogenannte elementweise Operationen, bei denen einzelne Werte eines Tensors unabhängig voneinander verarbeitet werden. Er ergänzt die Scalar- und Vector-Einheiten: Während Scalar-Einheiten einzelne Werte und Steuerungsaufgaben bearbeiten und Vector-Einheiten viele Werte parallel verarbeiten, ist der Element Accelerator darauf ausgelegt, häufige Operationen wie Addition, Multiplikation, Vergleiche oder Aktivierungsfunktionen deutlich effizienter auszuführen. Dadurch müssen solche Arbeitsschritte nicht über die allgemeinen Recheneinheiten laufen und die NPU kann neuronale Netze insgesamt effizienter verarbeiten.
Darüber hinaus stattet Qualcomm die NPU mit einem 50 Prozent größeren dedizierten Speicher aus – die exakte Größe legt Qualcomm aber nicht offen. Diese Maßnahme soll dafür sorgen, dass wichtige Daten eines KI-Modells – etwa der aktuelle Modellzustand, der Gesprächskontext und der KV-Cache – möglichst nah an den Recheneinheiten der NPU vorgehalten werden. Dadurch muss die NPU seltener auf den langsameren und weniger effizienten DRAM zugreifen und kann Daten schneller verarbeiten.
Das ist besonders für KI-Agenten wichtig, die zwischen verschiedenen Aufgaben und Werkzeugen wechseln, Informationen zwischenspeichern, ihre Antworten überarbeiten oder mehrstufige Pläne ausführen. Ein größerer eigener Speicher ermöglicht größere Kontextfenster, eine schnellere Generierung von Tokens und geringere Wartezeiten bei komplexen Agenten-Aufgaben.
Qualcomm will Smartphones mit der nächsten Hexagon-NPU auch auf eine neue Generation von KI-Modellen vorbereiten: die sogenannten Mixture-of-Experts-Modelle (MoE). Bei diesen muss nicht das gesamte Modell mit allen Parametern bei jeder Anfrage aktiv sein. So kann beispielsweise ein Modell mit 30 Milliarden Parametern insgesamt zwar über diese 30 Milliarden Parameter verfügen, doch bei der Generierung eines einzelnen Tokens sind nur etwa 3 Milliarden gezielt ausgewählte Parameter auf der NPU aktiv.
Je nach Eingabe wählt das Modell passende, spezialisierte „Experten“ aus, wodurch Rechenaufwand, Speicherzugriffe und damit der Energieverbrauch sinken. Zusammen mit intelligentem Nachladen der Experten aus dem Speicher und Caching können Smartphones dadurch größere und leistungsfähigere KI-Modelle lokal und mit vergleichsweise wenig Arbeitsspeicher und Energie ausführen.
Qualcomm hält mit der nächsten NPU an der breiten Abdeckung unterschiedlicher Präzision fest. Die NPU kann erneut mit INT2, INT4, INT8, INT16, FP8 und FP16 umgehen. Speziell für INT4-Modelle hebt Qualcomm den um 50 Prozent gesteigerten Prefill hervor. Prefill ist bei einem KI-Modell die erste Verarbeitungsphase, in der die bereits vorhandene Eingabe – zum Beispiel eine gesamte Frage oder ein Gesprächskontext – auf einmal v