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Wie der 11. September die US-Außenpolitik verändert hat
Der "Krieg gegen den Terror", die Logik von Präventivkriegen: Die Anschläge am 11. September 2001 hatten dramatische Folgen für die Außen- und Sicherheitspolitik der USA - die bis heute nachwirken.
Die Terroristen des Netzwerks Al Kaida treffen die USA vor 25 Jahren buchstäblich aus heiterem Himmel. Die angegriffene Nation antwortet schnell. Innerhalb einer Woche erteilt der Kongress eine "Genehmigung zum Einsatz militärischer Gewalt". Sie ist bewusst sehr weit gehalten und gibt dem Präsidenten freie Hand.
Diese Genehmigung sehen Historiker später als rechtliche Grundlage für den "Krieg gegen den Terror", den der damalige US-Präsident George W. Bush nur neun Tage nach den Attentaten in einer Ansprache vor dem Kongress ausruft: "Unser Krieg gegen den Terror beginnt mit Al Kaida, endet dort aber nicht. Er wird nicht enden, bevor nicht jede Terrorgruppe mit globaler Reichweite aufgespürt, gestoppt und besiegt worden ist."
Noch viele Jahre später werden sich US-Regierungen auf diese "Genehmigung zum Einsatz militärischer Gewalt" berufen, wenn sie Militärschläge in anderen Ländern anordnen.
Das Taliban-Regime in Afghanistan hatte Al Kaida Zuflucht gegeben. Präsident Bush setzt die Armee in Gang, keine vier Wochen nach den Anschlägen. Und er teilt die Welt in zwei Lager: "Im Kampf gegen den Terror steht man entweder auf unserer Seite oder gegen uns."
Meinungsumfragen zeigen, dass an die 90 Prozent der US-Amerikaner den Militäreinsatz in Afghanistan befürworten. Das Ziel, auf die Anschläge vom 11. September mit entschlossenem Handeln gegen die Verantwortlichen zu antworten, ist nationaler Konsens.
Peter Bergen, Journalist und Professor an der Arizona State University, vergleicht den 11. September mit dem japanischen Überfall auf Pearl Harbor, der zum Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg führte: "Das war ein massiver Schock. Und Überraschungsangriffe rufen meistens sehr starke Reaktionen hervor."
Mehrere NATO-Partner machen in Afghanistan mit, es ist die erste Phase eines Krieges, der 20 Jahre dauern und mit dem Sieg der Taliban enden wird.
Die Anschläge von New York haben auch die arabische Welt verändert - durch den Angriff der USA auf den Irak.
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Als nächstes Ziel nimmt Bush den Irak unter dem damaligen Diktator Saddam Hussein ins Visier. Führende Köpfe aus dem Umfeld des US-Präsidenten hatten bereits vor dem 11. September darauf gedrängt, Saddam Hussein zu stürzen. Jetzt können sie Bush überzeugen.