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Pentax lebt, Leica schwächelt und Apple blendet – Fotonews der Woche KW 37
Pentax stampft alle DSLRs für Neuanfang ein, Leicas Rekordserie endet, iPhone 18 Pro kriegt variable Blende. Und William Klein wird 100.
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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.
Totgesagte leben länger, und dieser Spruch passt kaum irgendwo besser als bei Pentax. Die halbe Branche ist längst auf spiegellose Kameras umgestiegen, doch Ricoh bleibt eisern bei der DSLR. Jetzt kommt die Kehrtwende, die eigentlich keine ist: Die aktuelle K-Serie wird komplett eingestellt. Panik bei den Fans? Braucht niemand. Denn Pentax steigt eben nicht auf Spiegellose um, sondern arbeitet – man liest es besser zweimal – an einer „neuen Generation digitaler Spiegelreflexkameras basierend auf einem völlig neuen Konzept“.
Was dieses „neue Konzept“ konkret meint, behält Pentax für sich. In der offiziellen Ankündigung heißt es lediglich, dass die Produktion der aktuellen K-3 Mark III, der K-3 Mark III Monochrome und der K-1 Mark II endet, sobald die Lager leer sind. Nach dem Ende einer Ära klingt das zwar schon, jedoch verspricht Ricoh zugleich eine völlig neue DSLR-Serie, die „eine neue Stufe“ erreichen soll.
Digital Camera World bringt es auf den Punkt: Pentax habe „der Versuchung der Spiegellosen widerstanden“ und sei nun die letzte Marke, die voll auf DSLRs setzt. Mutig ist das allemal, gerade jetzt, wo selbst Canon und Nikon ihre DSLR-Linien nur noch auf Sparflamme betreiben oder ganz beerdigen.
Vielleicht ein modulares System? Retro-Design mit modernem Innenleben, so wie bei der Nikon Zf? Oder ein Hybrid, der Spiegel und elektronischen Sucher kombiniert? Ricoh lässt sich nicht in die Karten schauen, betont aber, dass man auf das Feedback der Community höre. Und die ist treu – viele schätzen Pentax gerade wegen dieses Andersseins. Wetterfeste Gehäuse, die legendäre Pixel-Shift-Technologie für hochauflösende Aufnahmen, ein K-Bajonett mit Objektiven bis zurück in die 1970er: Charme und Substanz zugleich.
Bleibt die große Frage, ob eine DSLR im Jahr 2026 überhaupt noch relevant sein kann. Pentax wettet darauf, dass genug Fotografen den optischen Sucher, die Haptik und das direkte Feedback einer Spiegelreflex nicht hergeben wollen. Ob die Rechnung aufgeht, zeigt sich vermutlich erst in einigen Monaten. Bis dahin bleibt uns nur zu spekulieren – und die Pentax-Community kennt darin ohnehin keine Zurückhaltung.
Während Pentax sich neu erfindet, kämpft Leica mit nüchternen Zahlen. Nach vier Rekordjahren in Folge ist die Serie gerissen: 573 Millionen Euro Umsatz im Geschäftsjahr 2025/2026 bedeuten ein Minus gegenüber dem Vorjahr. „Robust“ nennt das Unternehmen die Entwicklung selbst, PetaPixel spricht dagegen vom Ende einer „beeindruckenden vierjährigen Serie von Rekordumsätzen“. Wahr ist beides.
In einem schrumpfenden Kameramarkt noch dreistellige Millionenumsätze zu erzielen und dabei profitabel zu bleiben, das ist eine Leistung. Digital Camera World betont, dass sich Leica in einem „harten Markt stark“ halte, trotz sinkender Verkaufszahlen. Das Luxussegment trägt eben weiter, und die Marke selbst ist zum Statussymbol geworden.
Trotzdem sind die Zeiten vorbei, in denen Jahr für Jahr neue Bestwerte gefeiert wurden. Ein Grund ist der allgemeine Markttrend, denn die Smartphones knabbern weiter Marktanteile ab. Der andere: Womöglich überlegen selbst gut betuchte Käufer inzwischen zweimal, ob es wirklich die M11-P für 9000 Euro oder die SL3 für ähnliche Summen sein muss. In der Pressemitteilung verweist Leica auf die „stabile Marktposition“ und auf Investitionen in neue Produktlinien.