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Wie gut ist Marvel's Wolverine?: Schlitz-Mann ist nicht der Hit
Sony liefert verlässliche Hits. Marvel's Wolverine ist allerdings keiner, sagen Tests. Es fehlt der rechte Funke für die Wertungsregionen, in denen sich Sonys First Party Studios fast schon per Gewohnheitsrecht aufhalten.
Aus Spiderman wird Wolverine, aus der offenen Welt ein lineares Konzept und aus einem recht friedfertigen Protagonisten eine Mörder-Killer-Todesmaschine. Was eigentlich ein todsicheres Konzept zu sein scheint – Inosmniac hat seine Kompetenz schließlich mehrfach unter Beweis gestellt – geht hier nicht auf, obwohl dem Spiel grundsätzlich handwerklich nichts fehlt.
Für Eurogamer liegt das vor allem an der „Sony-Formel“. Wolverine habe die selben Elemente wie fast alle First-Party-Titel der letzten fünf Jahre. Diese Formel entfaltet nicht mehr ganz den gleichen Reiz, das ist die Bilanz. Angefügt wird aber auch: Das heißt nicht, dass Wolverine keinen Spaß macht. Das tut es schon, es wird nur immer wieder als zu bekannt und zu wenig abwechslungsreich beschrieben, inhaltlich wie spielerisch.
„Man macht zwei oder drei Dinge im Spiel“ und das sei es dann, bemängelt Kotaku. Wie weit der Kampf trägt, ist unterschiedlich. Riesige Mengen an Feinden auf, so heißt es, sehr brutale Weise zu erledigen, trägt für den Game Informer und Game Spew durch die rund 15 Stunden Spielzeit – mehrheitlich aber nicht weit genug. Gestreckt wirke das Spiel, schreibt 4P. Zumal nicht alle Systeme Sinn ergeben. Schleichen ist möglich, aber weder fordernd noch stimmig, der Parkour kommt nicht an Spider Man heran, heißt es bei Destructoid.
Auch wenn diese Dinge grundsätzlich kompetent ausgeführt sind, ist das für höchste Wertungen einfach zu wenig. Wertungen zur Story schwanken, als besonders plausibel und nachvollziehbar wird sie im Mittel aber nicht empfunden. Highlights setzten Sprecher und Figuren. Vor allem Wolverine begeistert mit „Hundewelpen-Charme“ (Eurogamer).
So bleibt am Ende ein Spiel, das nur „meist großartig“ ist (Destructoid), das aber auch in vielen Berichten ein wenig wie ein Relikt wirkt am Ende eben nicht großartig, sondern nur „völlig okay“ ist (Eurogamer). Es fehlt teils sogar „in allen Bereichen das gewisse Etwas“ (PC Games). Für ein Sony-Spiel ist Wolverine daher enttäuschend, Unterhaltung aber grundsätzlich vorhanden. Daher reicht es nur für 78 Punkte auf Metacritic.