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Waymo-Robotaxi meldet jugendliche Passagiere mit Waffe bei der Polizei
Nachdem eine Waffe bei zwei Fahrgästen erkannt wurde, hielt das Robotaxi an und Waymo rief die Polizei. Diese hat die beiden Jugendlichen verhaftet.
In San Francisco sind kürzlich zwei Robotaxi-Mitfahrer verhaftet worden, nachdem das autonome Fahrzeug eine Waffe bei diesen erkannt hat. Offenbar haben zwei Jugendliche im Auto mit einem Sturmgewehr hantiert, sodass das Robotaxi auf den Seitenstreifen gefahren und die Polizei verständigt hat. Diese hat eine laut Polizeibericht „Verkehrskontrolle mit hohem Gefährdungspotenzial“ durchgeführt und die beiden Passagiere verhaftet.
Denn bei dem Sturmgewehr handelte es sich um eine illegale „Geisterwaffe“, selbst hergestellt und ohne Seriennummer. Seit 2022 geht die US-Regierung gegen Geisterwaffen vor, etwa Schusswaffen aus 3D-Druckern, da diese aufgrund fehlender Registrierung kaum nachzuverfolgen sind. Ende 2024 wurde ein US-Versicherungschef mit einer Tatwaffe ermordet, die laut Polizei teils aus dem 3D-Drucker kam.
Das hat sich bei den beiden Robotaxi-Passagieren allerdings erst im Nachhinein herausgestellt. Laut bei Facebook von der Polizeidienststelle in San Francisco veröffentlichtem Bericht wurden die Beamten am 3. September um kurz vor 4 Uhr nachts über zwei Mitfahrer eines autonomen Fahrzeugs informiert, die eine Waffe tragen würden. Bei dem Zugriff wurde ein geladenes Sturmgewehr sichergestellt, bei dem es sich um eine Geisterwaffe handelte. Zudem wurden bei der Durchsuchung der beiden Jugendlichen, einer männlichen und weiblichen Person, vermutetes Marihuana und Pfefferspray gefunden.
Die Polizei hat den Betreiber des Robotaxis nicht namentlich genannt, aber laut Los Angeles Times handelte es sich um Waymo. Ein Sprecher des Unternehmens bestätigte dies der Zeitung. Das Fahrzeug habe angehalten, weil ein "Verstoß gegen unsere Nutzungsbedingungen unter Verwendung einer Schusswaffe" festgestellt wurde, erklärte der Waymo-Sprecher. Das Unternehmen verständigte die Behörden und arbeitet demnach vollumfänglich mit der Polizei zusammen.
Waymo-Robotaxis verfügen über Innenraumkameras, die vorwiegend dazu dienen, dass die Fahrgastregeln eingehalten werden, etwa die Anschnallpflicht. Auch können damit verlorene Gegenstände wiedergefunden und die Sauberkeit des Fahrzeugs kontrolliert werden. Laut Waymo werden die Kameras nicht durchgehend von Mitarbeitern beobachtet, die Aufnahmen laufen im Hintergrund. Sollte es jedoch zu Vorfällen kommen, werden die Aufzeichnungen zu Überprüfungen herangezogen.
Allerdings nutzt das Waymo-System auch künstliche Intelligenz bei der Innenraumüberwachung und so wurde wohl auch die Schusswaffe erkannt. Diese KI wird mit bisherigem Videomaterial trainiert. In Staaten mit strengen Datenschutzgesetzen wie etwa Kalifornien können Fahrgäste der Nutzung eigener Videoaufnahmen und Daten für das KI-Training aber auch widersprechen. Das dürfte auch in Deutschland möglich sein, wenn Waymo Ende 2027 den Betrieb in München aufnimmt.
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