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Gasreserven vor dem Winter: Wie Österreich vorsorgt
Deutschlands Gasspeicher waren zuletzt etwa zur Hälfte gefüllt - und die Sorge vor Engpässen im Winter wächst. In Österreich wirkt die Lage entspannter. Was macht das Nachbarland anders?
Deutschland hat in Rehden in Niedersachsen den größten Gasspeicher Mittel- und Westeuropas. Österreich hat den zweitgrößten, den Speicher Haidach bei Salzburg. Deutschland hat insgesamt eine Gasspeicherkapazität von 250 Terawattstunden, Österreich hat 100. Doch Deutschland hat neunmal so viele Einwohner wie Österreich. Im Verhältnis steht Österreich also deutlich besser da.
Volle österreichische Gasspeicher decken 125 Prozent des österreichischen Jahresverbrauchs ab, volle deutsche Speicher nur rund 30 Prozent des deutschen Jahresverbrauchs.
FAQ
27.08.2026
Sind Deutschlands Gasspeicher voll genug, damit Wirtschaft und Bevölkerung gut durch den Winter kommen?
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Dass Österreich im Verhältnis zu seiner Größe so viele Gasspeicherkapazitäten hat, liegt laut Christoph Dolna-Gruber von der österreichischen Energieagentur in Wien auch an den geologischen Voraussetzungen des Landes.
"Im Wiener Becken und im oberösterreichischen Molassegebiet wurde Gas gefördert und die ausgeförderten Erdgas-Lagerstätten sind dann in Untertagespeicher umgewandelt worden", so der Experte. Damit habe Österreich bereits in den 1970er-Jahren begonnen.
Die deutschen Gasspeicher sind so leer wie nie um diese Zeit. LNG wird deshalb immer wichtiger.
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Die Speicherkapazitäten sind das eine. Es gab aber auch viele Diskussionen um den Füllstand. Deutschland hatte im September einen historisch niedrigen Stand: Er lag bei etwa 55 Prozent. In Österreich war er auch ziemlich niedrig, doch immerhin bei 67 Prozent.
Das Besondere in Österreich ist, dass hier die Regierung für eine strategische Gasreserve sorgt. "Heute sind das 20 Terawattstunden Gas im Eigentum der Republik Österreich, das sind zwei durchschnittliche Wintermonate", sagt Dolna-Gruber. Insgesamt habe alleine die Anschaffung dieser 20 Terawattstunden 3,7 Milliarden Euro gekostet.