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Sentinel-3C und Flex: Zwei neue europäische Erdbeobachtungssatelliten gestartet
Die ESA hat zwei neue Satelliten gestartet. Sie sollen verschiedene Daten über die Erde erfassen, die unter anderem Rückschlüsse auf den Klimawandel liefern.
Start der Vega-C am 14. September 2026 (Ortszeit): Satelliten im Abstand von einer Stunde ausgesetzt
(Bild: J. Georget / ESA-CNES-AVIO/Optique vidéo du CSG)
Zwei neue Satelliten für die Erdbeobachtung: Die Europäische Weltraumagentur (European Space Agency, ESA) hat die Satelliten Sentinel-3C und Flex ins All geschossen. Sie sollen aus dem Orbit Umweltdaten liefern sowie das Pflanzenwachstum beobachten.
Eine Vega-C brachte die beiden Satelliten in die Umlaufbahn. Die Rakete hob am 14. September um 22:21 Uhr Ortszeit (15. September, 3:21 Uhr unserer Zeit) vom Europäischen Raumfahrtzentrum in Kourou im Überseedepartement Französisch-Guayana ab. Dank eines neuen Adapters konnten die beiden Satelliten in einem zeitlichen Abstand von einer Stunde ausgesetzt werden. Von beiden erhielt das Europäische Raumfahrtkontrollzentrum der ESA in Darmstadt nach der Abtrennung ein Signal.
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„Flex wurde im Rahmen des FutureEO-Programms der ESA entwickelt und ist eine Forschungsmission, die unser Verständnis der Pflanzengesundheit und der Rolle der Photosynthese im Kohlenstoff- und Wasserkreislauf voranbringen wird. Sentinel-3C ist der dritte Satellit der Sentinel-3-Reihe, der systematisch die Ozeane, das Land, das Eis und die Atmosphäre der Erde misst, um die europäischen Copernicus-Dienste zu unterstützen“, sagte Simonetta Cheli, Direktorin für Erdbeobachtungsprogramme bei der ESA.
Sentinel-3C ist Teil des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus. Er wird nahezu in Echtzeit Daten über die Ozeane, Landmassen, Eis und Atmosphäre liefern. Er wird dabei Parameter wie Temperaturen der Meere und an Land, Meeresfarbe, Eisbedingungen, Vegetation oder Wasserstände in Binnengewässern erfassen.
Flex, eine Abkürzung für Fluorescence Explorer, misst die Photosyntheseaktivität auf der Erde. Er verfügt über ein Fluoreszenz-Bildspektrometer, das die extrem schwache unsichtbare Fluoreszenz erfassen soll, die Pflanzen bei der Aufnahme von Sonnenlicht während der Photosynthese aussenden. Sie gibt Aufschluss darüber, wie effizient die Vegetation Sonnenlicht und Kohlendioxid in Energie umwandelt – und damit über den Gesundheitszustand der Pflanzen, die Produktivität der Ökosysteme sowie die Auswirkungen von Umweltbelastungen und des Klimawandels.