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Chrome 153: Kritische Lücken ermöglichen Übernahme des Systems
Mit dem aktuell ausgerollten Update auf Chrome 153 schließt Google insgesamt 42 Sicherheitslücken, von denen drei als kritisch und weitere 27 als gefährlich eingestuft sind. Einige davon können Angreifern die Kontrolle über das betroffene System ermöglichen. Eine zeitnahe Aktualisierung ist daher dringend angeraten.
Die drei kritischen Schwachstellen betreffen WebGL, interne Browser-Komponenten und Web Workers. Konkret handelt es sich um einen Speicherzugriff außerhalb der vorgesehenen Grenzen sowie zwei Use-after-free-Fehler. Derartige Speicherfehler entstehen, wenn ein Programm auf Speicherbereiche zugreift, die nicht oder nicht mehr in der erwarteten Form verwendet werden dürfen. Auch unter den als hoch eingestuften Sicherheitsproblemen finden sich zahlreiche Speicherfehler. Betroffen sind erneut die JavaScript-Engine V8, aber auch die PDF-Verarbeitung, DOM, Skia, Service Worker sowie verschiedene Kern- und Eingabekomponenten von Chrome. Google korrigiert dabei Use-after-free-Fehler und Type Confusions sowie Schreibzugriffe außerhalb vorgesehener Speicherbereiche und Integer Overflows.
Im schlimmsten Fall können die Schwachstellen dazu führen, dass Angreifer Code auf dem betroffenen System ausführen und die Kontrolle über den Browser beziehungsweise Teile des Systems erlangen. Auch sensible Daten können auf diesem Weg abgegriffen werden. Besondere Bedeutung kommt den zahlreichen Speicherfehlern wie Use-after-free, Type Confusion sowie Schreib- und Lesezugriffen außerhalb vorgesehener Speicherbereiche zu. Abhängig von der konkreten Schwachstelle können solche Fehler den Browser zum Absturz bringen, Daten aus Speicherbereichen offenlegen oder als Ausgangspunkt für die Ausführung eingeschleusten Codes dienen.
Mit technischen Details zu einigen der Sicherheitsprobleme hält sich Google wie gewohnt zurück. Damit soll verhindert werden, dass die Informationen zur Entwicklung von Angriffen genutzt werden, solange ein größerer Teil der Chrome-Installationen noch nicht mit dem Update versorgt wurde. Die Einschränkungen können zudem länger bestehen bleiben, wenn eine Schwachstelle eine Drittanbieter-Bibliothek betrifft, die auch von weiteren Projekten verwendet wird.
Für Windows und macOS stellt Google mit 153.0.8010.47/.48 ab sofort korrigierte Versionen bereit. Unter Linux und Android steht mit Chrome 153.0.8010.47 ebenfalls eine aktualisierte Fassung zur Verfügung. Für iOS sowie Chromium-basierte Browser wie Microsoft Edge dürfte die entsprechende Aktualisierung erfahrungsgemäß in den kommenden Tagen folgen.
Die meisten Nutzer dürften inzwischen eine entsprechende Update-Benachrichtigung erhalten haben. Alternativ lässt sich die neue Version wie gewohnt über den Link am Ende dieser Meldung aus dem Download-Bereich von ComputerBase beziehen. Android-Nutzer erhalten die bereinigte Fassung über den Google Play Store, während Nutzer von iOS und iPadOS dafür den App Store von Apple aufsuchen.
Google Chrome ist der meistgenutzte Browser, bietet aber keinen nennenswerten Tracking-Schutz.