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IAA: Zahlreiche E-Transporter auf der IAA Transportation
Die IAA Transportation 2026 zeigt: Nutzfahrzeuge fahren zunehmend elektrisch. Der Wandel ist unübersehbar und wird durch die Dieselpreise beschleunigt.
Bei den Kastenwagen und Transportern versucht Kia, sich zu etablieren. Die Marke nutzt die Plattform e-GMP mit 400 und 800 Volt Systemspannung. Der PV5 hat viele Derivate und 400 Volt, er ist vergleichsweise günstig. Die hier gezeigte Version ist mit 4,5 Metern besonders kurz, hat eine Ladefläche von zwei Metern Tiefe und auf der Messe die Neugierde von Handwerkern im urbanen Raum geweckt.
Tobias Wagner ist ganz bei sich: Er geht durch die Messehallen der IAA Transportation in Hannover. Wagner ist bekannt als „Elektrotrucker“. Auf seinem YouTube-Channel hat er gezeigt, wie es möglich ist, nahezu jede Strecke in Europa mit einer elektrischen Schwerlastzugmaschine zu bewältigen. Lenken, solange es das Gesetz erlaubt, und in der Pflichtpause laden. Hannover ist vorerst seine letzte Station in Deutschland: Von hier aus bricht er mit einem Expeditionsmobil zu einer Fernreise auf. Auf Basis eines Mercedes eActros 600 und ausgerüstet mit einem Aufbaukoffer von Bliss Mobil will Tobias Wagner 45.000 Kilometer mit nur 80 Ladestopps zurücklegen. Sein Vorhaben steht repräsentativ für eine Branche, die sich auf den Weg macht: Weg vom Dieselkraftstoff, hin zum Fahrstrom.
Was vor zehn Jahren noch eine irre Idee war, hat sich auf der IAA Transportation 2026 zur Normalität entwickelt: Nutzfahrzeuge fahren elektrisch, womit im Regelfall Elektromotoren mit Traktionsbatterien als Energiespeicher gemeint sind. Für mit Wasserstoff betriebene Brennstoffzellen haben mehrere Partner von Toyota bis Volvo wieder eine Absichtserklärung unterschrieben. Mehr nicht. Der batterieelektrische Antrieb dominiert, und währenddessen ist der Dieselpreis auf dem Weg zu einem Allzeithoch.
Daimler Trucks zum Beispiel erweitert die Baureihe des Mercedes eActros um weitere Modelle. Der Standard ist der eActros 600 mit 621 kWh Energieinhalt. Für bis zu 25 Tonnen Nutzlast steht der eActros 400 mit 414 kWh zur Verfügung. Die Familie wächst. MAN, der Konkurrent aus dem Volkswagen-Konzern mit dem Braunschweiger Löwen von Büssing im Emblem, zeigt den e-TGX mit 616 kWh. Während die Traditionsmarken von Mercedes über MAN bis Renault und Scania mit konventionellem Design gefallen wollen, setzt Tesla mit dem Semi den Kontrapunkt: Die Zugmaschine aus den USA sieht einfach anders aus.
Der Tesla Semi war von den Anhängern der Marke – und selbstverständlich befinden sich unter dem vorwiegend männlichen Messepublikum etliche Tesla-Fahrer – mit Vorfreude erwartet worden. Endlich ist die Serienversion erhältlich. Tesla macht keine Angaben zum Energieinhalt der Traktionsbatterie. Es sind auf Basis der Reichweite von 550 km aber geschätzt ungefähr ebenso viele Kilowattstunden. Allerdings gibt es für den Tesla Semi auch reichlich Spott, weil er keine serienmäßige Schlafkabine hat. Das ist ein No Go für den Fernverkehr.
Es wäre trotzdem leichtsinnig, die Marke zu unterschätzen. Tesla kann nämlich etwas, was elementar für die Speditionen und Logistikunternehmen ist: Ein Paket aus Ladeinfrastruktur und Zugmaschinen anbieten. Hierzu ist es wichtig zu verstehen, dass schwere Lkws häufig auf dem Betriebshof getankt und gewartet werden. Eine eigene Werkstatt ist üblich, und Fuhrparkmeister kümmern sich um die perfekte Funktion.
Solche Logistikunternehmen interessieren sich wenig für die kleinteiligen Diskussionen um Anschlussleistung des Stromnetzes vor Ort, Batteriezwischenspeicher, Auslegung der Kabelzuführung und andere Aspekte des elektrischen Fahrens. Sie wollen nur wissen, wie viel oder wie wenig Cent pro Kilometer der Betrieb kostet.
Der Messestand vom Marktführer bei der DC-Ladeinfrastruktur, Alpitronic aus Südtirol, wird entsprechend neugierig betrachtet. Alpitronic hat für den HYC1000 eine Lösung mit raumsparenden sogenannten Depot Dispensern vorgestellt. Gemeint ist, dass eine Zentraleinheit (bei Alpitronic Power Cabinet genannt