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Proaktiver KI-Dienst: Specs Intelligence soll den Alltag des Nutzers begleiten
Snap hat mit Specs Intelligence einen neuen KI-Dienst vorgestellt, der nicht nur auf Eingaben reagieren, sondern den Nutzer vorausschauend unterstützen soll. Die Software verknüpft Informationen aus ausgewählten Apps und Diensten, erkennt daraus Zusammenhänge und soll auf iPhone, Mac und den Specs-AR-Brillen verfügbar sein.
Specs Intelligence soll ein Verständnis für die Ziele, Prioritäten, Beziehungen und Routinen des Nutzers entwickeln. Dafür können verschiedene Apps und Werkzeuge auf den Endgeräten des Anwenders mit dem Dienst verbunden werden. Der dabei aufgebaute persönliche Kontext soll geräteübergreifend zur Verfügung stehen und sich mit der Zeit weiterentwickeln. So soll die KI beispielsweise Informationen aus beruflichen und privaten Aufgaben miteinander in Beziehung setzen können.
Das Unternehmen hinter Snapchat erklärt, dass der Unterschied zu klassischen KI-Assistenten darin liege, dass Specs Intelligence nicht auf eine Anfrage warten müsse. Der Dienst soll erkennen, wann Unterstützung hilfreich sein könnte, und dann relevante Informationen oder Aktionen vorschlagen. Vor einem Meeting könnte die KI beispielsweise auf anstehende Entscheidungen, mögliche Fragen oder wichtige Punkte hinweisen. Bei einer bevorstehenden Reise könnte sie Flug-, Hotel- und Restaurantinformationen zusammenführen und gleichzeitig auf einen Termin oder eine Frist während der Reise aufmerksam machen.
Zum Konzept des Dienstes gehören außerdem sogenannte „Corners“, mit denen verschiedene Lebensbereiche wie Arbeit oder Familie organisiert werden können. „Goals“ wiederum sollen dabei helfen, persönliche Ziele festzulegen und deren Fortschritt zu verfolgen. Beide Funktionen sollen alltägliche Aufgaben mit den übergeordneten Prioritäten des Nutzers verbinden, erklärt Snap.
Specs Intelligence sei nicht auf die AR-Brillen von Snap angewiesen. Neben den Specs-AR-Brillen steht der Dienst auch auf iPhone und Mac zur Verfügung, der Zugang ist derzeit aber noch eingeschränkt. Für Specs Intelligence kann man sich über die Specs-App oder die entsprechende Webseite auf eine Warteliste für den Early Access setzen lassen. Der vollständige Early-Access-Zugang soll zunächst ausschließlich über die Specs-Mac-App und auf Einladung erfolgen. Ausgewählte Nutzer erhalten dafür eine E-Mail und können anschließend ihre alltäglichen Apps mit dem Dienst verbinden.
Parallel dazu ist seit dem 16. September eine Vorschau der Funktion in der Specs-iOS-App verfügbar. Sie richtet sich an Personen ab 18 Jahren in den USA und benötigt keine Einladung. Nach der Verbindung mit einem Google-Konto kann die App anhand von Gmail und Google Kalender Erkenntnisse darüber liefern, wo Nutzer ihre Zeit und Aufmerksamkeit verbringen. Die Vorschau umfasst noch nicht die weitergehenden vorausschauenden Vorschläge und Aktionen der vollständigen Version.
Welche Informationen Specs Intelligence verwenden darf, soll der Nutzer selbst bestimmen können. Snap erklärt, dass Mitarbeiter des Unternehmens keinen Zugriff auf die persönlichen Inhalte erhalten sollen, die über verbundene Konten in den Dienst gelangen. Diese Inhalte sollen weder zum Trainieren oder Feinabstimmen der KI-Modelle von Snap noch für personalisierte Werbung verwendet werden.
Für die Verarbeitung setze Snap sowohl auf eine lokale Verarbeitung auf dem Gerät als auch auf eine „abgesicherte Cloud-Infrastruktur“. Die jeweiligen Datenverarbeitungsprozesse sollen durch entsprechende Sicherheitsmaßnahmen geschützt werden.