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Linux-Desktop mit Update: Gnome 51 schraubt an Performance und Apps
Gnome 51 ist erschienen und optimiert Benutzbarkeit, Performance und zahlreiche Apps. So laufen Animationen flüssiger, die Bildschirmhelligkeit wird über Neustarts hinweg gespeichert und die Einstellungen wurden erweitert. Zudem bekommt Maps eine Offline-Funktion, während der Dateimanager Files um mehrere Features ergänzt wird.
Sechs Monate lang hat das Entwicklerteam an Gnome 51 gearbeitet, jetzt ist die neueste Version der bekannten Desktop-Umgebung für Linux verfügbar. Dabei trägt dieses Release den Codenamen „A Coruña“ und bringt ähnlich umfangreiche Neuerungen mit wie Konkurrent KDE Plasma 6.8, das im Gegensatz zu Gnome 51 erst Mitte Oktober veröffentlicht werden soll.
Insbesondere die Performance hat mit Gnome 51 ein großes Update erhalten: Demnach sorgt verbessertes Frame-Scheduling dafür, dass Animationen der Desktop-Umgebung auch unter Last flüssiger als zuvor ablaufen. Zusätzlich hat das Entwickler-Team die Unterstützung für Legacy-Treiber von Nvidia entfernt, wodurch die jüngste Gnome-Version nur noch aktuelle Grafikkarten unterstützt.
Die wohl größte Neuerung im Bereich Displays ist hingegen, dass Gnome 51 die Einstellungen für die Helligkeit von Monitoren sowie für HDR auch über Neustarts hinweg speichert. Damit entfallen lästige Neukonfigurationen, wenn Rechner neu gestartet werden. Zudem läuft Screen-Capturing nun schneller ab, weil unnötige Verarbeitungsschritte und wiederholtes Kopieren von Datenpuffern verringert wurden.
Auch mehrere Gnome-Apps bekommen neue Funktionen spendiert: So bieten die Gnome-Einstellungen mit dem Update auf Version 51 der Desktop-Umgebung die Möglichkeit, das Touchpad bei einer zusätzlich angeschlossenen Maus zu deaktivieren. Ferner ist in den „Display“-Einstellungen die Option hinzugekommen, die Bildschirmausrichtung dank einer neuen „Auto Rotate“-Einstellung beim Drehen eines Gerätes automatisch anzupassen.
Weitere Änderungen der Einstellungen umfassen eine DNS-Domain-Suche, Remote-Login für SSH-Socket-Server, ein aktualisiertes Interface für die Erfassung von Fingerabdrücken, die Entfernung des veralteten WLAN-Standards WEP sowie eine neu sortierte „Über“-Seite, die jetzt einen Button für die Anzeige der Neuerungen der aktuell verwendeten Gnome-Version bietet.
Demgegenüber hat Gnome Maps „das wohl interessanteste Update seit Jahren“ erhalten, wie es in den Release-Notes zu Gnome 51 heißt. So bietet die jüngste Version erstmals Offline-Karten, wodurch Karten für Regionen vorab heruntergeladen und anschließend auch ohne eine Netzwerkverbindung verwendet werden können. Auch der Bereich „Öffentlicher Nahverkehr“ hat weitreichende Änderungen erfahren, die über die Berechnung der Dauer von Laufstrecken über die Echtzeitanzeige von Verspätungen und Abfahrtzeiten an bestimmten Stationen bis hin zur Anzeige von Gleisen und Bahnsteigen reichen.
Der Gnome-Dateimanager Files hat ebenfalls eine Überarbeitung erfahren. Zu den neuen Funktionen zählen ein kleiner Zähler, wie viele Dateien bei einer Drag-and-Drop-Aktion verschoben werden, eine eindeutigere Darstellung für schreibgeschützte oder nicht lesbare Dateien und übersichtlichere Benachrichtigungen dank einer Gruppierung. Darüber hinaus funktioniert die Auswahl von Dateien nun „intelligenter“ und der Dateimanager Files wird nicht mehr durch langsame Vorgänge blockiert.
Doch damit endet die lange Liste an Aktualisierungen für Apps in Gnome 51 noch nicht. Im Folgenden sind daher Updates für weitere Anwendungen mit einer kurzen Zusammenfassung der Änderungen aufgeführt:
Doch damit nicht genug, auch im Bereich Zugänglichkeit gibt es bei Gnome 51 weitere Änderungen zu vermelden: So gibt es jetzt beispielsweise Einstellungen für die Verringerung von Animationen, der Bildschirmausschnitt für Screenshots lässt sich nun vollständig per Tastatur festlegen und der Screenreader arbeitet nachvollziehbarer.