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HDR einfach erklärt: HLG, HDR10, HDR10+ und Dolby Vision in der Übersicht
von André Westphal
19. Sep. 2026 |
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Solltet ihr einen aktuellen 4K-TV besitzen, dann wird dieser höchstwahrscheinlich auch HDR unterstützen. Und tatsächlich ist jene Technologie dann auch die größere Stärke als die schiere Auflösung. Denn während ihr die Vorteile der erhöhten Auflösung nur bei sehr niedrigen Sitzabständen überhaupt wahrnehmen werdet, spielt HDR unabhängig davon seine Stärken aus. Doch was genau steckt eigentlich dahinter und wie unterscheiden sich die einzelnen Formate? Das erkläre ich euch in diesem Ratgeber möglichst einfach.
HDR steht für "High Dynamic Range". Und das sagt es auch schon: Im Vergleich mit SDR (Standard Dynamic Range) erweitert HDR den Kontrast- und Farbumfang des Bildes. Das führt zu einer realistischeren Darstellung, die näher an der natürlichen, menschlichen Wahrnehmung liegt. Der Clou ist, dass ihr sowohl sehr dunkle als auch sehr helle Bildinhalte gleichzeitig sehen könnt. Klassische Beispiele wären z. B. eine Kerze im Dunkeln, der Blick ins Tageslicht aus einem dunklen Raum oder ein Sternenhimmel.
Allerdings unterscheidet sich die Qualität der HDR-Darstellung stark je nach Gerät. Denn ihr ahnt es: Günstigere Smart-TVs und Beamer unterstützen zwar formal HDR, hellen aber in der Praxis mangels effizienter Dämmung meistens einfach nur das Gesamtbild auf. Aktuell beherrschen die präziseste Darstellung im Markt für Privatkunden OLED-TVs. Weil sie jeden Pixel einzeln dimmen können, brillieren sie besonders in anspruchsvollen Szenarien wie dem angesprochenen Sternenhimmel, bei dem kleine helle und dunkle Flächen direkt nebeneinander liegen. Ja, auch Micro LED schafft dies, doch diese Technik erwähne ich nur am Rande, weil sie für die meisten Endkunden unerschwinglich bleibt.
Die zweitbeste Wahl sind LCD-TVs mit Mini LED bzw. RGB Mini LED. Hier gilt: Je mehr Dimming-Zonen vorhanden sind, desto besser ist in der Regel auch die HDR-Darstellung. Allerdings spielen auch andere Faktoren wie die Bildverarbeitung oder weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Farbdarstellung, etwa durch Quantum Dots eine Rolle.
Merken könnt ihr euch: HDR sorgt für ein dynamischeres, lebendigeres Bild mit erweitertem Farb- und Kontrastumfang. Zumindest gilt das, wenn die Inhalte gut gemastert worden sind, denn auch dieser Faktor ist nicht zu vernachlässigen. Doch bevor ich vom Hundertsten ins Tausendste komme: In diesem Artikel soll es entscheidend um die unterschiedlichen HDR-Formate gehen. Denn als Laie kann man sich schnell fragen: Was unterscheidet eigentlich HDR10 und HDR10+? Brauche ich wirklich Dolby Vision IQ statt Dolby Vision? Oder lohnt es sich, auf Dolby Vision 2 zu warten? Die Antworten folgen.
HLG (Hybrid Log Gamma) ist ein HDR-Format, das euch in expliziter Erwähnung selten begegnen wird, im Alltag aber oft im Hintergrund im Einsatz ist. HLG wurde von verschiedenen TV-Anstalten, unter anderem der BBC, entwickelt, um HDR für das lineare Fernsehen nutzbar zu machen. Deswegen ist die Funktionsweise auch etwas anders. Denn anders als bei den anderen Formaten wie Dolby Vision kommen keine statischen oder dynamischen Metadaten zum Einsatz.
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Stattdessen operiert HLG mit einem zweigeteilten Signal - daher kommt auch das "Hybrid" im Namen. Ein Teil des Signals beinhaltet die herkömmliche SDR-Gammakurve, damit auch ältere Fernsehgeräte das Signal weiterverarbeiten können. Der zweite Teil schließt die Log-Kurve ein und liefert kompatiblen Anspielgeräten logarithmisch codiert Zusatzinformationen zu den besonders hellen Bildbereichen. Diese Vorgehensweise ohne Metadaten ermöglicht es Fernsehsendern, nur ein Signal für alle Abspielgeräte zu nutzen. So spart man Bandbreite und damit auch Kosten.
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