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»ZDF Magazin Royale«: Jan Böhmermann hört auf
Am 18. Dezember wird Jan Böhmermann das letzte Mal die Show »ZDF Magazin Royale« moderieren. Das bestätigten der Satiriker und der Sender ZDF. »Ich möchte noch mal eine andere Sendung machen!«, sagte Böhmermann in einer Mitteilung. (Lesen Sie hier eine Analyse zum Abschied von Böhmermanns »Magazin Royale«)
Laut ZDF befinde man sich aktuell »in guten Gesprächen« über ein mögliches neues Showkonzept mit Böhmermann. »Mit seiner Mischung aus Satire und Investigation stößt das ›ZDF Magazin Royale‹ regelmäßig wichtige Diskurse in der Öffentlichkeit an – und ist zu Recht preisgekrönt«, sagt ZDF-Programmdirektorin Nadine Bilke. Und weiter: »Umso mehr würden wir uns freuen, die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Jan Böhmermann im ZDF fortzusetzen und gemeinsam ein neues Showkapitel aufzuschlagen.« Über das Ergebnis der Gespräche werde das ZDF zu gegebener Zeit informieren.
Zuerst hatte DWDL.de berichtet. Laut dem Branchenmagazin wurden die Mitarbeitenden der Sendung erst am Freitagnachmittag informiert. Die meisten von ihnen hätten projektbezogene Verträge. Auch wenn sich Böhmermann und das ZDF auf eine weitere Zusammenarbeit über das Jahresende hinaus einigen, ist für sie erst mal Schluss. Denn der 2025 nur um ein Jahr verlängerte Vertrag läuft erst mal aus. Daher auch die Absage der für Anfang 2027 geplanten Tour des Rundfunk-Tanzorchesters Ehrenfeld.
Vor einem Jahr hatten sich Jan Böhmermann und das ZDF nur noch auf eine einjährige Verlängerung der Zusammenarbeit einigen können, zuvor waren die Vereinbarungen auf längere Zeiträume angesetzt. Zudem wurde die Folgenzahl des »ZDF Magazin Royale« bereits reduziert. Kurz zuvor ließ der Comedian und Satiriker im Gespräch mit dem SPIEGEL durchblicken, dass er seine Stammsendung selbst nicht mehr so richtig aufregend findet.
Anlässlich eines Ausstellungsprojekts in dem Berliner Haus der Kulturen der Welt (HDK) sagte er damals zu seiner Late-Night-Show: »Bis 2020 waren wir interventionistisch, subversiv und mit schwankender Lautstärke unterwegs, seither ist unser Ansatz eher, Inhalte und Themen intellektueller und journalistischer zu bearbeiten.« Allerdings hätten sich dann »Grundmotive« wiederholt, sodass der Wunsch aufgekommen sei, aus den alten Mustern auszubrechen.