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Wie geht China mit den Gefahren durch Künstliche Intelligenz um?
Debatten um die Eindämmung der Gefahren durch Künstliche Intelligenz enden in den USA meist mit dem Hinweis, dass China dann einen gefährlichen Vorsprung erlange. Doch wo steht Peking in der Debatte?
Manches erinnert an die Tage des Kalten Kriegs und den Höhepunkt des Wettrüstens: Zwei Großmächte stehen sich gegenüber, jede fürchtet um ihre strategische Position und baut ihr Arsenal aus, während die übrige Welt den Atem anhält. Nach allem, was bekannt ist, hat Künstliche Intelligenz im Moment wohl nicht das Potential, die Welt in Schutt und Asche zu legen. Wie groß die Gefahr tatsächlich ist, vor der US-Techunternehmer zuletzt warnten, ist umstritten.
Dennoch wächst weltweit die Sorge, dass die KI zum Schaden der Menschheit außer Kontrolle geraten könnte. Bei den Vereinten Nationen hat zuletzt Generalsekretär António Guterres Regierungen zur Zusammenarbeit aufgerufen, um Gefahren durch KI zu minimieren.
Im Fokus stehen die beiden KI-Mächte China und USA. KI-Modelle aus beiden Ländern belegen die vorderen Plätze der weltweiten Ranglisten. Dabei kommen die leistungsstärksten aus den USA, chinesische Modelle holen aber auf.
Die Regierungen beider Staaten sehen die Beherrschung der Künstlichen Intelligenz als Schlüssel für eine Vormachtstellung in der Welt. US-Präsident Donald Trump hält deshalb nichts vom Vorschlag des Anthropic-Chefs Dario Amodei, die Entwicklung stärker zu kontrollieren und abzubremsen.
In China lehnt das die kommunistische Führung ebenfalls ab. Dabei ist die Situation in China eine ganz andere als in den USA.
Mehr staatliche Regulierung für Künstliche Intelligenz - US-Präsident Trump hält von dieser Forderung wenig.
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Die kommunistische Führung unter Staats- und Parteichef Xi Jinping hat die chinesischen Techkonzerne schon lange vor dem KI-Boom an die kurze Leine genommen. In der Internetökonomie sollte mit selbstbewussten Bossen kein neues Machtzentrum entstehen. Der Chef des Alibaba-Konzerns Jack Ma zum Beispiel verschwand nach Kritik an der Partei lange aus der Öffentlichkeit.
Chinas Behörde für die Sicherheit im Internet, die auch für Zensur zuständig ist, kontrolliert außerdem die KI-Entwicklung. Im Mittelpunkt steht die Abwehr von allem, was zur Gefahr für die Partei werden könnte oder aus Sicht der Führung die gesellschaftliche Stabilität gefährdet. Chinesische Sprachmodelle wie DeepSeek sind in China zensiert. Wer sie dort nutzt, erhält auf politisch sensible Themen keine Antwort.
Chatbots, die eine starke emotionale Bindung erzeugen, weil sie menschliche Partner simulieren, sind in China seit dem Sommer nur noch mit Einschränkungen erlaubt. Und es gibt in der Partei zumindest den erklärten Willen, den Verlust von Arbeitsplätzen durch KI zu begrenzen. Massive Jobverluste treffen Menschen in einer Gesellschaft wie China besonders hart, weil viele, obwohl in China offiziell Kommunismus herrscht, nur eine beschränkte soziale Absicherung haben.