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Marktbericht: Anleger nehmen Wahlausgang gelassen auf
Das Gesprächsthema am Aktienmarkt werden heute die Wahlausgänge in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin sein. Der sinkende Ölpreis stützt den DAX, vor allem die Konjunktur dürfte in dieser Woche im Blickpunkt stehen.
Der Broker IG taxiert den Leitindex vor dem Xetra-Handelsstart 0,4 Prozent höher auf 25.418 Punkte. Am vergangenen Freitag war der DAX mit einem Minus von 1,6 Prozent auf 25.304 Punkten aus dem Handel gegangen. Auf Wochensicht betrugen die Kursverluste rund ein Prozent. Insgesamt verzeichnete er nach seinem Rekord von 26.618 Punkten nun drei schwache Wochen.
Nach den jüngsten Verlusten könnte sich der DAX also stabilisieren, auch wenn der politische Druck auf Bundeskanzler Friedrich Merz nach der erneuten Wahlpleite seiner Partei CDU steigt. Der Wahlausgang bleibt ein wichtiges Thema, nachdem die Christdemokraten in Mecklenburg-Vorpommern sogar erstmals aus einem Landesparlament geflogen sind.
Analyse
21.09.2026
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Bei den Einzelwerten könnten heute denn auch die Titel der Wohnungskonzerne Vonovia und Deutsche Wohnen im Blickpunkt stehen. Die Partei die Linke hat die Wahl in Berlin mit großem Vorsprung gewonnen. Ein wichtiges Thema im Berliner Wahlkampf waren Wohnungsmangel und überhöhte Mieten. Die Linke fordert, große Wohnungsunternehmen zu enteignen. Außerdem plant sie einen Mietendeckel für landeseigene Wohnungen einzuführen.
Unterstützen dürften die aktuell wieder sinkenden Ölpreise: Am Rohstoffmarkt verbilligte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 2,1 Prozent auf 101,72 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 2,2 Prozent schwächer bei 98,10 Dollar.
Allerdings bleiben die Signale aus dem Nahen Osten widersprüchlich. Der Iran hatte am Wochenende nach Angaben seines obersten Sicherheitskoordinators die Bereitschaft zur Beendigung des Krieges mit den USA auf Grundlage des im Juni abgeschlossenen Rahmenabkommens signalisiert. Gleichzeitig richtete das Militär wieder Drohungen gegen die USA und ihre Verbündeten.
Hohe Ölpreise können die Inflation antreiben. Preissteigerungen beim Öl schlagen über Transport- und Produktionskosten auf viele andere Waren und Dienstleistungen durch. Für Aktien spreche in einem solchen Umfeld aber, dass sie einen gewissen Schutz vor anziehender Teuerung böten, heißt es von der Helaba.
Abgesehen vom Ausgang der Wahlen und den Ölpreisen werden die Investoren in dieser Woche die konjunkturelle Lage genau beobachten. Sie fragen sich, ob sich die jüngsten Hoffnungen auf ein solides Wirtschaftswachstum bestätigen.