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Dimensity CX C10 Max: MediaTek stellt 3-nm-Chip für Googlebooks vor
Der Dimensity CX C10 Max ist die Chip-Antwort von MediaTek auf die bevorstehenden Googlebooks. Das neue Flaggschiff der von MediaTek für Notebooks mit ChromeOS entwickelten SoCs wird in 3 nm gefertigt und ist mit einer bunten Mischung aus Arm-IP des Jahrgangs 2023 und 2024 ausgestattet. Eine starke NPU stellt lokale KI-Leistung.
Auf den letzte Woche angekündigten Dimensity 9600 Pro für Android-Smartphones lässt MediaTek heute den nicht weniger sperrig betitelten Dimensity CX C10 Max folgen. Das SoC bildet die neue Speerspitze im MediaTek-Portfolio für Chromebooks Googlebooks.
Für Chromebooks sind MediaTeks Kompanio-Lösungen vorgesehen, Googlebooks sind Googles neue Notebook-Kategorie mit Android Tech Stack als Unterbau und mit Gemini Intelligence.
Google verfolgt das Ziel, ChromeOS und Android technisch zu einer gemeinsamen Plattform zusammenzuführen. Dabei werden immer mehr Android-Komponenten in ChromeOS integriert – etwa App-Frameworks, KI-Funktionen, Fensterverwaltung und Systemdienste –, sodass Smartphones, Tablets und Laptops langfristig auf derselben Basis laufen können. Die neuen Googlebooks vollziehen in diesem Punkt eine weitere Annäherung und nutzen den „Android Tech Stack“, wie Google der Redaktion bereits zur Ankündigung im Mai auf Nachfrage bestätigte.
Die passenden Chips dafür hatten parallel dazu Intel, Qualcomm und eben auch MediaTek in Aussicht gestellt – Googlebooks laufen demnach mit x86 und Arm.
Der Dimensity CX C10 Max ist ein 3-nm-Prozessor mit „All-Big-Core-CPU“, die jedoch nicht ganz so modern wie die CPU des Dimensity 9600 Pro mit C2-Kernen ausgestattet ist. Der Dimensity CX C10 Max kommt mit einem Cortex-X925 (Jahrgang 2024), drei Cortex-X4 (Jahrgang 2023) und vier Cortex-A720 (ebenfalls 2023). Das CPU-Cluster teilt sich 12 MB L3-Cache, außerdem gibt es 10 MB System Level Cache (SLC). DRAM wird nach LPDDR5X-Standard unterstützt.
Die GPU entspringt mit der Immortalis-G925 MC11 ebenfalls der Arm-IP des Jahrgangs 2024. Die Bezeichnung „Immortalis“ bedeutet, dass dedizierte Raytracing-Kerne zum Einsatz kommen, andernfalls hätte MediaTek den Namen „Mali“ verwenden müssen. Vor zwei Jahren machte Arm die Vorgabe, dass eine „Immortalis“ immer mindestens zehn Kerne bieten und Hardware-Raytracing unterstützen muss. Neben dem internen Bildschirm kann die GPU zwei externe 4K-Monitore ansteuern.
Um die agentischen KI-Fähigkeiten von Gemini Intelligence auch lokal und nicht stets per Cloud-Anbindung anbieten zu können, stattet MediaTek den Chip mit der „NPU 890“ aus, die 55 TOPS INT8 zur Verfügung stellt. Zum Vergleich: Der Qualcomm Snapdragon X Elite kommt auf 45 TOPS (INT4), der Snapdragon X2 Elite auf 80 TOPS (INT8), Intel Panther Lake auf 50 TOPS (INT8) und AMD Strix/Gorgon Point auf 50 TOPS (INT8).
Der Bildprozessor Imagiq 1090 ist beim Dimensity CX C10 Max in erster Linie für hochauflösende Webcams in Notebooks gedacht, unterstützt werden Sensoren mit bis zu 32 MP. Support liegt zudem für HDR, „Cinematic Video“ und eine elektronische Bildstabilisierung (EIS) vor. Die Plattform bietet zudem drahtlose Konnektivität für Wi-Fi 7 mit 7,3 Gbit/s und Bluetooth 6.0.
MediaTek will mit dem Chip Laufzeiten von 19 Stunden anbieten können, wobei sich diese Angabe auf eine Referenzplattform mit Dimensity CX C10 Max, 16 GB RAM, 60-Wh-Akku und ChromeOS R133 bezieht. Abnehmer des Chips hat MediaTek noch nicht angekündigt.