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Xbox: Bericht warnt vor neuen Entlassungen und Studio-Zusammenlegungen in dieser Woche
Microsofts Gaming-Sparte kommt offenbar nicht zur Ruhe. Nach dem großen Kahlschlag im Sommer soll nun die zweite Kündigungswelle in diesem Jahr folgen.
Berichten zufolge bereitet Xbox für diese Woche die Entlassung von hunderten weiteren Beschäftigten vor. Zudem plant das Unternehmen, mehrere seiner Entwicklerstudios zusammenzulegen.
Die Informationen stammen aus einem exklusiven Bericht von The Information und berufen sich auf eine Quelle, die über Microsofts Pläne informiert ist. Der Artikel nennt bislang keine Details dazu, welche der zahlreichen Xbox-Studios von den Streichungen oder Zusammenlegungen betroffen sind.
Microsoft übernahm ZeniMax Media, die Muttergesellschaft von Studios wie Bethesda (Fallout), id Software (Doom) und Arkane (Dishonored), im Jahr 2021 für 7,5 Milliarden US-Dollar. Sie bilden heute eigentlich einen der wichtigsten First-Party-Pfeiler für die Xbox.
Sollten sich die Berichte bewahrheiten, wäre dies bereits die zweite Entlassungswelle bei Xbox in diesem Jahr – nachdem einer großen Umstrukturierung im Juli bereits 1.600 Arbeitsplätze zum Opfer fielen. Die Kündigungen sind Teil von Xbox-CEO Asha Sharmas Plan, Microsofts Gaming-Sparte zu "resetten" und sie zurück in die Gewinnzone zu führen. Bei der Ankündigung der ersten Kündigungen betonte Sharma bereits, dass das Unternehmen innerhalb eines Jahres weitere 1.600 Stellen abbauen wolle (was uns ungefähr bis zum nächsten Sommer führt). Die nun gemeldeten Entlassungen könnten genau diese zweite Welle darstellen.
Die Entlassungen im Juli trafen nahezu das gesamte Studio-Portfolio von Xbox, wobei manche Teams schwerer betroffen waren als andere. Zudem trennte sich Xbox von einer Handvoll Entwicklerstudios. Einige davon – wie Double Fine Productions und Compulsion Games – kauften sich ihre Unabhängigkeit zurück. Andere Studios wie Ninja Theory und State-of-Decay-Macher Undead Labs wurden stattdessen an bislang ungenannte Käufer veräußert. Unterdessen befindet sich das Dishonored-Studio Arkane Lyon in Beratungsgesprächen – das Schicksal des Entwicklers bleibt somit weiterhin unklar.
Sharmas Strategie sieht vor, dass sich Xbox künftig vor allem auf Spiele der größten Franchises wie The Elder Scrolls und Fallout konzentriert. Allerdings trafen die Kürzungen auch Bethesda, die Macher von Fallout und The Elder Scrolls, sowie Zenimax Online, den Entwickler von Elder Scrolls Online. Auch das Studio hinter Doom und Quake, id Software, erwischte es hart.
Infolgedessen war die Stimmung bei Xbox nach den Entlassungen im Juli Berichten zufolge auf einem Tiefpunkt. Sollten sich die erneuten Kündigungen in dieser Woche bestätigen, dürfte sich das kaum verbessern.