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Hot Wheels Infinite Rush im Test: Die schönsten Spielzeugautos, die ich in einem Videospiel je gesehen habe!
Als virtuelles Kinderzimmer funktioniert die offene Welt hervorragend. Mehr als eine hohle Oberfläche ist sie nur leider nicht.
Das nenne ich mal verschwenderisch, was Milestone mit Hot Wheels Infinite Rush auf den Bildschirm zaubert! Ich kann die virtuelle Kunststoffstadt ja fast greifen, wenn ich einen Spielzeugboliden da voll Karacho durch die Straßen schiebe. Mit einem leisen Klackern räumt mein Wagen dabei Plastikbäume aus dem Weg, rasselt durch Zäune und Sonnenschirme und donnert wie eine Abrissbirne durch den Gegenverkehr, ohne dass sein eigenes Fahrverhalten auf nennenswerte Art davon beeindruckt wäre.
Es ist nicht das erste Mal, dass Milestone ein Rennspiel zu den Hot Wheels herausbringt. Schon in Unleashed und seinem Nachfolger gaben die virtuellen Modelle Gas. Wer sammeln will, kommt in Infinite Rush dabei auf seine Kosten: Ganze 150 Wagen befinden vom Start weg im Spiel. Weitere kommen - natürlich kostenpflichtig - dazu. Derzeit ist ein Fahrzeugpaket mit vier Boliden verfügbar, während ein ab Oktober erhältlicher Pass mit 44 Boliden angekündigt ist. Auch ein Formel-1-Paket sowie eins zum Thema Ferrari, das unter anderem eine neue Insel enthält, wird es geben. Schaut man sich die Preise der Pakete an, dann kostet ein Auto in etwa einen Euro.
Ich sehe meine Patenkinder vor mir, die auf ihrem kleinen Teppich ähnlich rabiate Unfälle produzieren, während sie in ihrer eigenen Gedankenwelt unterwegs sind. Und genauso ist das auch hier gedacht: Hot Wheels Infinite Rush ist ein Kinderzimmer für Piloten aller Altersklassen. Die Kleinen lieben die Gaudi der kunterbunten Spielzeugwelt, die etwas Größeren das anständige Fahrverhalten mit satten Boosts und coolen Drifts und die Großen sehnen sich in ihre Kindheit zurück, während sie mit verträumter Miene über kleine Dioramen staunen, in denen sich absurd echt aussehende Modellfahrzeuge drehen.
Dazu vier Inseln, auf denen King Kong am Hochhaus wütet, Kraken das Land erobern, ein Riesenskorpion mit den Scheren klappert und ein mythischer Drache dem Land einheizt. Alles nur am Platz, als Deko freilich. Mitunter dient die fabelhafte Requisite gar als Rampe, um in einem Sprung zu enden, an dessen Ende ein wenig Sammelkram wartet.
Überhaupt hat Milestone überall diese breiten, orangefarbenen Plastikrampen verbaut, die sich mit engen Kurven, Steilwänden und kopfüber laufenden Magnetbahnen durch die Kulisse schlängeln. Macht Laune, darauf über die Dächer zu rasen. Passt nur auf, dass ihr nicht von einer pendelnden Riesenkugel in die Tiefe geschubst werdet!
Wenn ich sage, dass diese Plastikwelt ganz schön verschwenderisch ist, meine ich das aber leider wörtlich. So überzeugend das alles nämlich einen Teil der Kinderstube zum Leben erweckt, so leer wirkt es, nachdem man ein paar Stunden damit verbracht hat. Es spricht ja niemand mit einem! Nicht einmal die Kontrahenten melden sich zu Wort und zu Beginn fehlte sogar eine echte Einführung. Stattdessen stand da nur ein wenig Text, der sinngemäß verlauten ließ: „Offene Welt, Rennen fahren, die anderen drei Inseln freischalten, los geht‘s!“ Das Logo von Mattel beim Starten des Spiels kommt ohne jeden Ton aus – muss es auch nicht. Damit steht es aber quasi sinnbildlich für das, was folgt.
Also fährt man Rennen, Runden auf Zeit, driftet für Punkte und mehr, um Duelle gegen die Bosse der Rush-Crew freizuschalten. Und hat man alle vier Chefrennfahrer einer Insel besiegt, erhält man Zugang zum nächsten der vier Eilande. Außerdem sammelt man Zahnräder und Aufkleber und erledigt Herausforderungen wie das möglichst schadensfreie Ans-Ziel-Fahren von Sonderwagen, das Überfahren möglichst zahlreicher Bäume, Zäune und sonstiger Deko-Teile sowie das Duellieren mit besonderen Fahrzeugen, um sie der eigenen Sammlung hinzuzufügen.
Denn darum geht es natürlich: Mehr als 150 Modellautos kann man erwerben, von denen man einen Teil als Belohnung erhält, während man andere mit Münzen kauft, die man für erledigte Aufgaben erhält. Leider gibt es nur nicht ei