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WoW Forever: Zu episch? Neues Startgebiet der Himmelsgeborenen erntet harte Kritik von Classic-Fans
In der Beta der MMO-Neuauflage ärgern sich viele Puristen über die erste Questline der Himmelsgeborenen. Sie sei viel zu gigantisch und passe nicht zur Welt.
Die Beta von World of WarCraft Forever ist da. Sie bietet uns einen ersten Blick auf die Neuinterpretation der klassischen Vanilla-Erfahrung von WoW – und erfreut sich bereits extremer Beliebtheit. Doch es gibt auch erste Kritikpunkte. Ein großes Streitthema: Passt das Startgebiet der neuen Himmelsgeborenen-Rasse tonal überhaupt zu den Gebieten der ursprünglichen Völker?
Auf der letzten BlizzCon gab Blizzard ein klares Versprechen für WoW Forever ab: Alle neuen Geschichten, die das Vanilla- oder Classic-Erlebnis erweitern, sollen bodenständig bleiben. Sie sollten sich nahtlos in den Ton und die Tragweite des ursprünglichen World of Warcraft einfügen. Dass Blizzard nun jedoch diese Form der Elfen ins Spiel bringt und in ihrem Startgebiet eine derart epische Handlung erzählt, sorgt in der Community für einige Bedenken.
Auf der Messe bezeichnete Blizzard diesen Ansatz für Inhaltsupdates in Forever als Konzept der "gefundenen Fotografien". Die Grundidee: Alles Neue im Spiel hätte rein theoretisch schon immer im klassischen WoW existieren können. Einige Fans glauben jedoch, dass die große Start-Questline der Skyborne genau dieser Prämisse widerspricht. Achtung, ab hier folgen Spoiler zum Levelgebiet der Himmelsgeborenen!
Das ursprüngliche World of Warcraft (Vanilla) zeichnete sich durch kleine, lokale Bedrohungen aus. Statt gegen Götter zu kämpfen, bekämpften Spieler auf niedrigen Stufen Banditen, Gnolle wie Hogger oder wilde Tiere. Das erzeugte ein extrem geerdetes Spielgefühl.
Kurz zusammengefasst: Die Heimatinsel der Himmelsgeborenen wurde vor vielen Jahren in die Elementarebene des Windes gehoben. Dort, in der sogenannten Skywall, hielt man sie versteckt. Am Ende der Start-Questline werdet ihr Zeuge einer Beschwörung. Ein Elementarlord – ein Handlanger von Al'Akir, dem fiesen Herrscher der Skywall – taucht auf. Er droht euch, in der Zukunft zurückzukehren und die Insel zu erobern.
Das widerspricht direkt der Strategie, den Maßstab von Classic zu wahren. In Classic WoW begegnen die Spieler Elementarlords erst, wenn sie sich dem Feuerlord Ragnaros im Level-60-Raid Molten Core stellen. Hier hingegen werdet ihr in eine Konfrontation mit einem solchen Wesen geworfen, bevor ihr überhaupt Stufe 15 erreicht. Vergleicht man das mit dem Startgebiet der Menschen, das mit einem Kampf gegen Hogger – dem Anführer einer fiesen Gnoll-Bande – endet, wird der Unterschied überdeutlich.
"Auf Zephras stellt ihr euch gemeinsam mit den Anführern eures Volkes einer Bedrohung auf Raid-Niveau an der Spitze des Turms", schrieb der Nutzer OccasionallyRhyming im Classic-WoW-Subreddit. "Das passiert in einem geskripteten Event mit jeder Menge Expositionstext. Dann tauchen auch noch die Anführer der Kirin Tor und des Earthen Ring auf, um diesen Raid-Boss abzuwehren. Ohne eure Taten auf Zephras wäre euer Volk dem Untergang geweiht."
"Ich kann gut damit leben, die Himmelsgeborenen einfach zu ignorieren und den Rest des Spiels zu genießen. Aber alles an ihrer Implementierung ist ein massives Warnsignal dafür, wie Blizzard künftigen Content angehen wird."
Andere Spieler teilen diese Sorge vor der übertriebenen Epik und äußerten in den Kommentaren ähnliche Bedenken. "Währenddessen klaue ich hier in Tirisfal Kürbisse und pflücke Düsterkraut", schrieb -Necron-Overlord-. Ein weiterer Nutzer, Altmly, stimmte zu: "Blizzard ist einfach unfähig, normale Geschichten mit Gewicht zu schreiben. Es muss immer dieser weltenrettende, universumsdefinierende und heldenerschaffende Schwachsinn sein."